Seit mein Bruder vor gut acht Jahren nach Vorarlberg gezogen ist, besuche ich ihn regelmäßig und bekomme natürlich die besten Insider Tipps. Ich hatte mir daher schon länger vorgenommen einen Blogbeitrag über Vorarlberg zu verfassen, da mir das Gebiet sehr gut gefällt und ich immer wieder gerne hinfahre. Jedes Mal bin ich beeindruckt von der Natur und würde am liebsten gar nicht mehr nach Wien zurückkommen. Ich habe tatsächlich einige der schönsten Tage meines Lebens in Vorarlberg verbracht. Ich liebe die Natur und alles was mit Outdooraktivitäten zu tun hat, daher ist die Region in den Bergen genau das Richtige für mich. 

Manche werden sich vielleicht fragen warum man einen eigenen Beitrag über Vorarlberg schreibt, allerdings hat das kleine Bundesland so viel zu bieten, dass man sogar zahlreiche Beiträge dazu schreiben könnte. In diesem Beitrag erzähle ich hauptsächlich von Aktivitäten und Wanderungen, die man dort in der Gegend machen kann. Allerdings werde ich mich auf einige Highlights beschränken, da der Beitrag sonst zu lang wird.

Meine liebste Region in Vorarlberg ist das hochalpine Montafon Gebiet, welches sich über elf Orte erstreckt. Hier findet man alles was das Outdoor-Herz begehrt: wunderschöne Berge, tolle Landschaften, coole Wanderrouten, anspruchsvolle Klettersteige, Skipisten und vieles mehr. Auf der Webseite www.montafon.at gibt es übrigens zahlreiche Wanderrouten und Touren, wo man bisschen Inspiration findet. Für Käseliebhaber hat das Gebiet übrigens auch viele verschiedene Käsesorten, vor allem Bergkäse, zu bieten.

Eines der tollsten Erlebnisse war ein Rundflug über das gesamte Montafon Gebiet mit einem Propellerflugzeug. Die Flüge starten von der Flugschule in Hohenems aus. Der Flug geht etwa 20 Minuten und kostet ca. EUR 180,00. Meiner Meinung nach ist es wirklich jeden Cent wert. Sogar unser Pilot war so beeindruckt von der Landschaft, dass er den ganzen Flug über Fotos geschossen hat. Hier ein kleiner Auszug unseres Rundflugs.

 

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Gaschurn-Partenen: Silvretta Stausee – Bielerhöhe

Heuer waren wir zum ersten Mal beim Silvretta Stausee auf 2.030m bei der Bielerhöhe. Der See war zu dem Zeitpunkt zugefroren und komplett mit Schnee bedeckt. Vom Stausee war also nicht viel zu sehen, allerdings war das was wir gesehen haben umso beeindruckender. Der Blick auf die schneebedeckte Landschaft war atemberaubend. Direkt vom Stausee aus gibt es eine etwa dreistündige Wanderung zur Wiesbadner Hütte, wo die Landschaft sehr schön ist. Wichtig ist nur früh genug aufzubrechen, da die letzte Möglichkeit wieder hinunterzukommen um 16:00 Uhr ist.

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Gargellen

Die Gargellen sind das höchstgelegene Bergdorf im Montafon auf 1.423m und bieten wunderbare Wandermöglichkeiten und tolle Landschaften. Die Wanderung zur Jochspitze dauert beispielsweise etwa vier Stunden, es gibt aber auch zahlreiche andere Alternativen in der Gegend. Im Winter ist hier alles schneebedeckt, im Frühling liegt auch bis Ende Mai noch viel Schnee in dem Gebiet.

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Vandans: Golm & Rätikon

Eine sehr nette Wanderung verläuft von der Golmerbahn Bergstation über das Golmerjoch zur Geißspitze. Von dort aus geht es zur Lindauer Hütte auf 1.744m und weiter nach Latschau. Die gesamte Wanderung dauert gute vier Stunden, wobei man verschiedene Einkehrmöglichkeiten hat. Die Bergkulisse ist zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ziel für Wanderer und Tourengeher, da der Weg auch im Winter geräumt ist.

Eine recht anspruchsvolle Wanderung geht zum Lünersee auf 1.970m Höhe. Er befindet sich am Talende vom Brandnertal. Als ich zum ersten mal beim Lünersee war, hatte ich das Gefühl einen Kurztrip nach Alaska zu machen, da der See teilweise mit Schnee bedeckt war (und das obwohl es Anfang Juni war).  Zudem ist der Lünersee Startpunkt für zahlreiche Wanderungen im Rätikon, zB zur Schesaplana, dem höchsten Berg im Rätikon.

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Bartholomäberg

Auch der Bartholomäberg hat zahlreiche Wanderrouten und Bergtouren zu bieten.

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Seealpsee in Appenzell

Eine weitere wunderschöne Wanderung geht zum Seealpsee in Appenzell. Der See erinnert mich ein bisschen an den Pragser Wildsee in Südtirol. Das ist zwar nicht im Montafon und genaugenommen auch nicht in Österreich, aber es ist relativ nahe und daher unbedingt erwähnenswert. Die Wanderung ist relativ kurz, knappe 45 Minuten, allerdings recht steil. Aber es zahlt sich auf jeden Fall aus! Es gibt übrigens auch eine Abzweigung zum bekannten Berhaus Aescher, welche versteckt ist in einem Felsen. Diese ist allerdings nur von Mai bis September geöffnet, daher haben wir es leider nicht hinauf geschafft.

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