Dieser Reisebericht beschränkt sich ausschließlich auf Bohol und Panglao. Ich werde daher allgemeine Informationen wie die beste Reisezeit, Sicherheit, Essen etc. auf den Philippinen auf die nächsten Blogbeiträge verschieben. Eine Kostenaufstellung findet ihr in diesem Beitrag allerdings schon. 

1. Panglao

Anfahrt

Der beliebteste Weg nach Bohol führt von Cebu City aus mit der Fähre nach Tagbilaran, der Hauptstadt Bohols. Am Hafen muss man allerdings mit wirklich langen Warteschlagen rechnen, weshalb man immer genügend Zeit einplanen sollte. Im Terminal selbst ist auch wieder Warten angesagt. Um uns die Wartezeit zu ersparen, haben wir Business Class Tickets gekauft. Man zahlt zwar etwas mehr, erspart sich dafür das lange Anstellen. Die Ferry Schedules gibt es online unter: http://www.oceanjet.net.

Die Anfahrtswege auf den Philippinen sind aufgrund der teilweise fehlenden Infrastruktur nicht ganz so kurz wie beispielsweise in Thailand. Die Philippinen bestehen aus über 7.000 Inseln, die leider nicht besonders gut miteinander verbunden sind. Oft bleibt einem der Weg über Manila (oder Cebu City) nicht erspart. Es gibt auch nicht überall Fähren oder Taxi-Boote. Daher kann es schon mal vorkommen, dass man mehr als 24 Stunden braucht um eine bestimmte Insel zu erreichen.

Vom Hafen in Cebu aus braucht man etwa zwei Stunden nach Tagbilaran. Auf der Fähre ist es übrigens richtig kalt, die Klimaanlage ist so kühl eingestellt, dass man sich besser was warmes anzieht. Dies gilt generell für alle Transportmittel auf den Philippinen. Die Klimaanlagen kühlen oft auf 15-18 Grad hinunter und nicht selten friert man die gesamte Fahrt über.

Von Tagbilaran aus geht es mit einem Van, Taxi oder ähnliches noch etwa 45 Minuten zum beliebten Alona Beach in Panglao.

Alona Beach in Panglao

Vor Ort mietet man sich dann am besten ein Motorrad oder nimmt ein Tricycle. Aufgrund der teilweise chaotischen Zustände auf den Straßen (und zudem eher schlechten Straßenbedingungen), haben wir uns gegen ein eigenes Motorrad entschieden.

Alona Beach selbst hat nicht allzu viel zu bieten. Es gibt zwar viele Bars und Restaurants, aber es ist nicht wirklich gemütlich und sehr touristisch. Allerdings werden viele Touren von Alona Beach aus angeboten. Auch an Diving Centers mangelt es nicht, wenn man tauchen gehen möchte.

Der Strand am Alona Beach ist zwar nett, eignet sich allerdings nicht zum Schwimmen, da überall Boote anlegen. Wir waren daher eher nur abends zum Essen dort. Die meisten Restaurants bieten eine recht ähnliche Auswahl an Speisen: Philippinische Nationalgerichte wie beispielsweise Adobo und Pancit, Fisch und als Beilage gibt es selbstverständlich immer Reis.

Unser Hotel in Panglao, das BE Grand Resort Bohol, ist etwa fünf Minuten von Alona Beach entfernt. Gebucht hatte ich es über www.hotels.com. Die gesamte Hotelanlage ist sehr gepflegt und schön hergerichtet. Der Hotelstrand ist allerdings leider nicht zum Schwimmen geeignet.

Dumaluan Beach & Bohol Beach Club: Der paradiesische Strand auf Panglao

Der mit Abstand schönste Strand auf Bohol bzw. Panglao ist Dumaluan Beach. Hier gibt es weder Restaurants noch Bars, dafür unzählige Palmen und einen endlos langen und weißen Sandstrand, der obendrein sehr ruhig ist. Das Wasser ist glasklar.

Wer mit einem Tricycle hinfährt, nennt am besten das Dumaluan Beach Resort als Ziel. Da es dort kaum Tricycles gibt, ist es nicht verkehrt sich gleich eine Uhrzeit für eine Rückfahrt zu vereinbaren. Der Weg zum Strand geht durch einen kleinen Picknick Platz, der anscheinend eher von Locals genutzt wird. Hier gibt es auch einen kleinen Shop, wo man Fruitshakes, Fisch und diverse andere Speisen zu sehr günstigen Preisen kaufen kann.

Dumaluan Beach in Panglao

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Nahezu der gesamte Strandabschnitt gehört dem Hotel Bohol Beach Club. Der Strand selbst kann auch von Nicht-Hotelgästen zum Schwimmen genutzt werden, allerdings darf man sein Handtuch nicht überall ausbreiten und sonnenbaden.

Bohol Panglao Dumaluan Beach

2. Bohol

Versteckte Wasserfälle in Bohol: Ingkumhan Falls & Dimiao Twin Falls

Da ich mich vorab sehr gut informiert hatte, wusste ich, dass es irgendwo in Bohol einige versteckte Wasserfälle gibt, die man eher nur mit einem erfahrenen Einheimischen findet.

In Alona Beach haben wir uns dann einen Fahrer organisiert, der wusste, wo sich diese befinden. Er parkte das Auto am Ende der Straße und meinte, wir sollen dem Weg in den Dschungel folgen. Und tatsächlich, nach wenigen Minuten, waren wir angekommen.

Mein Freund und ich waren die Einzigen dort. Das Wasser schimmerte türkis. Es war ganz ruhig dort, weit und breit war nichts zu hören. Es gab sogar ein paar Lianen, auf die man sich schwingen kann. Der „Pool“ selbst war tief genug, also sprang ich gleich mal von der höchsten Stelle hinein. Man konnte den Wasserfall sogar mit Hilfe einer weiteren Liane hinaufsteigen. Ich fühlte mich wie ein Kind und wir hätte am liebsten den ganzen Tag dort verbracht.

Ingkumhan Falls Bohol

Bohols Chocolate Hills

Die wohl beliebteste Attraktion in Bohol sind die Chocolate Hills. Das besondere an ihnen ist die braune Farbe während der Trockenzeit. Wir waren Ende Jänner dort, daher waren sie bei uns eher grün als braun, aber dennoch hübsch anzusehen.

Ich hatte vorab von vielen gehört, dass sie eher enttäuscht von den Chocolate Hills waren. Ich muss gestehen, wirklich beeindruckt haben sie mich nicht (vor allem nicht nach den versteckten Wasserfällen), es ist aber dennoch nett sie mal gesehen zu haben.

Was mir hingegen wirklich gut gefallen hat, ist das viele Grün in Bohol (und auf den Philippinen allgemein). Egal wohin man schaut, überall ist es gepflegt und es liegt kein Müll herum.

Die River Cruise auf dem Loboc River haben wir bewusst ausgelassen, da das auch so eine typische Touristenattraktion ist und wir darauf nicht so Lust hatten.

Einen Besuch im Tarsier Conservation Area kann man übrigens auch getrost auslassen, da es total auf die Massen ausgelegt ist. Überall sind viele (teils sehr laute) Touristen auf der Jagd nach Selfies mit den kleinen Kobolmakis. Die kleinen Tiere sind allerdings nachtaktiv und eher schreckhaft, weshalb man sowas nicht mit einem Besuch unterstützen sollte.

Die Reise geht weiter Richtung Cebu…

Weiter geht es für uns Richtung Cebu (Central Visayas), wo wir uns zuerst Oslob und die südliche Gegend der Insel ansehen. Die Eindrücke, Fotos und einen detaillierten Bericht dazu, gibt es im nächsten Blogbeitrag.

3. Kosten

Die Philippinen sind grundsätzlich ein recht günstiges Reiseziel. Wer allerdings bei Unterkünften und Touren etwas mehr Komfort haben möchte, muss leider mit etwas höheren Ausgaben rechnen.

Da wir auch nur zu zweit unterwegs waren, teilen sich die Kosten nur auf uns beide auf. Kostengünstiger ist es natürlich wenn man sich mit anderen Reisenden eine private Tour teilt.

Alle Kosten pro Person für 4 Nächte / 5 Tage:

  • Flug von Singapur nach Cebu:            € 125,-
  • Transport nach Panglao/Bohol:         € 25,-
  • Hotel in Panglao:                                  € 150,-
  • Private Tagestouren/Diverse:            € 60,-
  • SUMME:                                                € 360,-

4. Zusammenfassung Bohol & Panglao

Auswahl an Unterkünften

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Landschaft

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Strände

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Kosten / Preis-Leistungs-Verhältnis

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Kommunikation

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Sicherheit (auf Bohol/Panglao, gilt nicht für die Philippinen allgemein)

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Infrastruktur (Anfahrt)

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Aktivitäten abseits vom Strand

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Kulinarik (Essen)

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