Wer nach Yucatán reist, sollte unbedingt auch Cenoten besichtigen, denn sie sind eines der Highlights der Halbinsel. Früher wurden sie von den Mayas häufig als Operstätten benutzt, heute dienen sie der Erholung.

Egal ob zum Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen – es ist für jeden was dabei. Es gibt verschiedene Arten von Cenoten: Offene, Halboffene und sogar gänzlich unterirdische Höhlencenoten. Insgesamt gibt es über 2.000 Cenoten auf der Halbinsel Yucatán und immer wieder werden weitere entdeckt.

Auf der Hauptstraße zwischen Playa del Carmen und Tulum gibt es haufenweise Wegweiser zu den einzelnen Cenoten – das Angebot ist gewaltig. Doch welche davon sind auch tatsächlich einen Besuch wert? In diesem Beitrag möchte ich dir vorstellen, welche Cenoten uns am meisten beeindrucken und welche man auch auslassen kann. Die Cenoten, die wir besichtigen, befinden sich alle rund um Tulum oder Valladolid.

Top Cenoten – meine Favoriten

Top #1: Cenote San Lorenzo Oxman

Eintritt: 100 Pesos (ca. 5€) pro Person

Cenote San Lorenzo Oxman befindet sich am Stadtrand von Valladolid und lässt sich ideal mit dem Auto erreichen. Die Besuchszeiten sind täglich von 10:00 – 17:00 Uhr. Aufgrund der Lage mitten im Dschungel, sollte man unbedingt ein Mückenspray mitnehmen.

Diese ist mein absoluter Favorit unter den Cenoten, die wir besichtigen. Durch die vielen Lianen und herunterhängenden Baumwurzeln, hat sie einen ganz speziellen Flair. Hier kann man auch einen ganzen Vormittag oder Nachmittag verbringen ohne sich zu langweilen: Das Wasser ist angenehm frisch und lädt zum Schwimmen ein. Wer besonders mutig ist, kann sich auch von einer Liane ins Wasser schwingen.

Sobald hier eine gewisse Anzahl an Touristen erreicht wird, ist man leider gezwungen Sicherheitswesten zu tragen. Das kann ein wenig die Idylle zerstören, aber hier haben wir Glück und sind nahezu die einzigen Besucher vor Ort.

Aus meiner Sicht gibt es für diese Cenote eine klare Empfehlung.

Top #2:  Cenote Samula & Xkeken

Eintritt: 80 Pesos (ca. 4€) für eine / 125 Pesos (6€) für beide pro Person

Die Cenoten befinden sich in einem gemeinsamen Areal ein paar Kilometer südlich von Valladolid.

Sie sind besonders eindrucksvoll und haben aufgrund ihrer Lage in den geschlossenen Tropfsteinhöhlen etwas absolut mystisches an sich. Ausgeleuchtet werden beide durch ein Loch in der Decke, die wie ein Scheinwerfer wirkt, wenn die Sonne hinein scheint. Hier macht das Schwimmen auch wirklich Spaß, denn das glasklare Wasser leuchtet förmlich – ich bin wirklich begeistert. In Cenote Xkeken kann man zwischen riesigen, wunderschöne Stalaktiten schwimmen.

Auch diese beiden Cenoten kann ich absolut weiterempfehlen.

Top #3: Cenote Suytun

Eintritt: 120 Pesos (ca. 6€) pro Person

Diese Cenote liegt ebenso in der Nähe von Valladolid und kann täglich von 09:00 – 17:00 Uhr besichtigt werden. Sie ist die hochpreisigste Cenote im Umfeld von Valladolid. Am besten man besichtigt sie am Vormittag gegen 11:00 Uhr, da zu dieser Uhrzeit die Sonne am besten steht.

Cenote Suytun ist mit Abstand die beliebteste Cenote Yucatáns. Hier kann es schon richtig voll werden, wenn die großen Reisebusse aus Cancun gleichzeitig ankommen. Die Cenote eignet sich meiner Meinung nach nicht zum Schwimmen, dafür ist sie überaus fotogen. Hier will jeder das „perfekte Instagram Foto“ schießen. Als wir ankommen haben wir tatsächlich viel Glück, sind lediglich zwei weitere Personen da und wir genießen die magische Stille.

Cenote Suytun ist magisch und mystisch und gehört – wenn auch eher nur für ein Foto – zu den Must sees in Yucatán.

Top #4: Cenote Dos Ojos

Eintritt: 350 Pesos (17€) pro Person

Die Cenote Dos Ojos befindet sich zwischen Playa del Carmen und Tulum, ca. 22km nördlich von Tulum. Die Öffnungszeiten sind täglich von 09:00 – 17:00 Uhr. Sie ist in einem großen Areal mit einigen anderen Cenoten, die allerdings alle extra zu bezahlen sind. Der Eintrittspreis von 350 MXN ist sehr hoch – es ist mitunter die teuerste Cenote Yucatáns.

Cenote Dos Ojos ist sehr beliebt zum Schnorcheln und Tauchen. Das Tauchen kostet allerdings 180 USD – ein kostspieliger Spaß für etwa 60 Minuten. Angesichts des gesalzenen Preises entscheide ich mich trotz zahlreicher Empfehlungen dafür auf den Tauchgang zu verzichten. Das Schnorcheln hingegen ist kostenlos, kann aber nur in einer bestimmten Zone gemacht werden, da der restliche Bereich den Schwimmern vorbehalten ist.

Top #5: Cenote Calavera

Eintritt: 100 Pesos (5€) pro Person

Cenote Calavera ist die erste Cenote, die wir auf unserer Reise besichtigen. Sie befindet sich gleich am Stadtrand von Tulum. Geöffnet ist sie täglich von 09:00 – 16:00 Uhr.

Die Lage hier ist auch mitten im Dschungel, daher sollte man unbedigt ein Mückenspray mitbringen.

Auch rückblickend betrachtet gehört sie zu unseren Favoriten und ist definitiv einen Besuch wert. Eine Leiter führt hinunter ins frische Wasser. Die Cenote selbst ist sehr klein, aber sehr fein.

Top #6: Gran Cenote

Eintritt: 150 Pesos (7,5€) pro Person ohne Equipment

Gran Cenote ist eine der beliebtesten Cenoten in der Gegend rund um Tulum. Der Eintrittspreis ist allerdings vergleichsweise hoch, daher würde ich entweder die Cenote Dos Ojos oder Gran Cenote besichtigen, da beide relativ ähnlich sind. Gran Cenote eignet sich übrigens nicht zum Tauchen, es gibt aber kleine Schildkröten dort.

Vor Betreten des Schwimmbereichs, wird man gebeten zu duschen, um etwaige Reste von Sonnencreme herunterzuspühlen.

Weniger empfehlenswerte Cenoten

Cenote Hubiku

Diese ist zwar ganz nett, aber dennoch nicht unbedingt empfehlenswert. Sie befindet sich in der Nähe von Valladolid, ist allerdings suboptimal zu erreichen, da man einige Kilometer auf einer schlechten Schotterstraße fahren muss. Darüber hinaus ist die gesamte Anlage nicht sonderlich schön und die Cenote ähnelt eher einem riesigen Beton-Bunker.

Cenote Xcanche

Diese wird auch Cenote Ek Balam genannt wird, befindet sich im selben Gelände wie die Ruinen von Ek Balam. Sie ähnelt Cenote San Lorenzo Oxman. Sofern man Ek Balam besichtigt, kann man auch einen Abstecher zur Cenote machen, andernfalls zahlt sich die längere Anfahrt nicht aus.