Eine Fernreise beginnt natürlich mit der optimalen Planung. Was du bei Südafrika bedenken solltest und welche Dinge du brauchst, verrate ich dir in diesem Beitrag.

1. Besorge dir bei Ankunft eine lokale SIM-Karte am Flughafen

Eine lokale SIM-Karte kostet (je nach Datenvolumen) zwischen 25€-40€ und erleichtert dir die Reise unglaublich. Du hast fast überall Internetempfang, kannst bei einer Autopanne sofort den Vertreiber anrufen und hast keine Probleme bei der Nutzung von Google Maps. Wenn du ein Mietauto hast, wirst du Google Maps auch unbedingt brauchen.

Ich hatte eine SIM-Karte von MTN und war sehr zufrieden damit. MTN hat auch einen Stand am Flughafen, daher habe ich die SIM-Karte direkt dort gekauft und aktiviert.

2. In Südafrika brauchst du ein Mietauto

Ja, Südafrika ist ein großes Land und lässt sich am besten mit einem Mietauto erkunden. Wenn du nur in Großstädten unterwegs bist, kannst du bequem auf Uber ausweichen, denn dieses wird auch dort gerne genutzt. Sobald du die Städte jedoch verlässt, wird es ohne Auto schwierig, da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, die auch weite Strecken fahren.

Das einzige „Problem“ dabei? Es herrscht Linksverkehr. Aber auch das hört sich schlimmer an als es tatsächlich ist, denn man gewöhnt sich schnell an das Fahren auf der linken Straßenseite. (Vorsicht bei Kreisverkehren!)

Wir hatten die ganze Zeit über ein Mietauto, das wir direkt bei der Ankunft am Flughafen übernommen haben. Ich kann dies nur empfehlen. Es ist definitiv die unkomplizierteste Möglichkeit von einem Ort zum anderen zu gelangen. Es muss kein SUV sein, wir hatten einen VW Polo und waren absolut zufrieden damit. Die Koffer hatten gerade noch Platz im Kofferraum. Das ganze haben wir über www.checkfelix.com gebucht und für 19 Tage insgesamt ca. € 450,- Mietgebühren gezahlt. Für Südafrika empfehle ich unbedingt eine Zusatzversicherung zur Reduktion des Selbstbehalts, die etwaige Schäden am Auto deckt. Wir haben die Zusatzversicherung bereits bei der Buchung zuhause abgeschlossen. Ich empfehle es, da man bei den Vertreibern direkt oft das doppelte bezahlt. Unsere Vertreiber waren Budget-Avis und Hertz. Hertz kann ich leider nicht weiterempfehlen, da sie uns eine Summe von über € 1.200,- auf der Kreditkarte blockieren wollten für die Mietdauer von 24 Stunden. Mit Budget-Avis hatten wir hingegen keine Probleme.

Vermeide es allerdings in der Dunkelheit Auto zu fahren. Das hat nicht unbedingt damit zu tun, dass Südafrika gefährlich ist, sondern damit, dass die Straßen nicht überall gut sind. Oft haben die Straßen Schlaglöcher oder sind gar nicht erst asphaltiert. Zudem kreuzen verschiedene Tiere oft die Straßen. Längere Strecken sollten daher in der Dunkelheit vermieden werden.

3. Inlandsflüge sind nicht günstig

Ein großer Nachteil in Afrika sind die teuren Flugverbindungen. Es gibt leider keine low-budget Fluglinien. Für einen Inlandsflug zahlt man schon mal € 200, was für die kurzen Flugstrecken nicht wenig ist. Wir haben alleine für zwei Inlandsflüge (Port Elizabeth – Nelspruit – Kapstadt) fast € 400 gezahlt.

4. Bargeld kann man getrost zuhause lassen

In Südafrika kannst du fast überall, sogar in jedem Nationalpark, mit Kreditkarte bezahlen. Das ist unglaublich praktisch, da man sich nicht mühsam mit Bargeld herumschlagen muss. Über die Kreditkarte bekommt man üblicher Weise den best möglichen Wechselkurs, daher haben wir überall bargeldlos bezahlt. Wir hatten eine Mastercard dabei, allerdings wird auch eine Visakarte überall akzeptiert.

6. Lasse Wertgegenstände nicht herumliegen

In Österreich und Deutschland ist es sehr gängig sein Handy, seine Geldbörse oder Sonnenbrille auf den Tisch zu legen und den Platz somit zu besetzen. Dies solltest du in Südafrika vermeiden, denn es kann im Handumdrehen weg sein.

Südafrika ist generell nicht ungefährlich und daher ist immer Vorsicht geboten. Wenn du so wenig Aufmerksamkeit wie möglich erregen möchtest, solltest du deine Wertgegenstände am besten nicht mitnehmen. Wir haben sogar unsere Eheringe zuhause gelassen (nachdem ich meinen Ehering und Verlobungsring im vorherigen Urlaub verloren hatte, wollte ich diese Erfahrung nicht nochmals wiederholen).

7. Südafrika ist ein low-budget Feinschmecker Paradies

Wer auf Sparschiene unterwegs ist, der kann durchaus nach Südafrika reisen. Es ist grundsätzlich kein teures Reiseziel. Vor allem das Essen und Trinken in Restaurants ist für europäische Verhältnisse sehr günstig. Ein Steak (300g) kostet in einem sehr guten Restaurant etwa €10, ein Glas Wein kommt auf etwa €4. Die Steaks haben so gut wie überall hochwertige Qualität und sind geschmacklich ausgezeichnet.

Hotels variieren natürlich. Nach oben hin gibt es selbstverständlich keine Grenzen, es gibt allerdings eine große Auswahl an Unterkünften in allen Preisklassen. Wir haben uns bewusst dazu entschieden eher schickere Hotels zu wählen.

8. Safaris sind SEHR teuer

So traurig es auch ist dies zu schreiben, aber es ist leider die Wahrheit. Wer eine Safari machen möchte, muss bereit sein dafür tief in die Tasche zu greifen. Denn selbst für eine dreitägige Safari mit Übernachtungen im Zelt muss man mit einigen Hundert Euro (€ 500 aufwärts) pro Person rechnen. Der klassische und angenehmste Weg um wilde Tiere zu beobachten, sind sogenannte Game Drives in einem offenen Jeep. In bestimmten Parks gibt es noch dazu die Möglichkeit mit dem eigenen Auto auf Pirschfahrt zu gehen (zB im Addo Elephant Park). So kann man zwar Geld sparen, jedoch wird man vermutlich weniger Tiere sehen und auch nichts über sie erfahren. Ganz Mutige können an einem Bush Walk teilnehmen und ohne fahrbaren Untersatz durch den Nationalpark schlendern. Dies erfolgt ausschließlich mit einem bewaffneten Ranger, der sich im Gelände gut auskennt!

Ohne Safari wäre unser Urlaub um einiges günstiger gewesen, aber was wäre ein Südafrika-Urlaub ohne Safari?