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Japan Reisetipps: Quick Guide, Planung & 3-wöchige Reiseroute

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Japan, das Land der aufgehenden Sonne ist einzigartig, außergewöhnlich und verrückt. Langweilig und eintönig wird es bestimmt nicht, so viel können wir schon mal sagen. Japan ist eines der Länder, wo wir uns vorstellen können, immer wieder hinzureisen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken. Gerade deshalb solltest du dich auf deine Rundreise durch Japan gut vorbereiten. Bei unserer 3-wöchigen Rundreise durch Japan schaffen wir es gerade mal einen kleinen Teil des Landes zu sehen. In diesem Blogbeitrag verraten wir dir unsere besten Japan Reisetipps und Highlights, die dich bei deiner Reiseplanung unterstützen sollen. (Unser Fokus liegt dabei auf der Hauptinsel Honshū 本州.) Außerdem geben wir dir einen Überblick über die Reiseroute, praktische Reisetipps, wie du Japan so günstig wie möglich bereisen kannst und natürlich eine Übersicht der einzelnen Kosten, damit du eine Vorstellung davon hast, wie viel eine Reise durch Japan schlussendlich in etwa ausmacht.

Da der Artikel etwas lang ist, haben wir ihn in verschiedene Abschnitte geteilt. So kannst du einfach zu den einzelnen Japan Reisetipps springen, wenn du nicht den gesamten Artikel lesen möchtest.

Wenn dich unsere Reisetipps zu den einzelnen Städten in Japan interessieren, dann findest du hier die jeweiligen Artikel:
Tokio – Metropole Tokio Tipps: Top Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten
Kyoto – Kyoto Tipps: Sehenswürdigkeiten & unsere top Highlights
Osaka – Osaka Tipps: Top Sehenswürdigkeiten der wilden Metropole Japans

1. Allgemeine Infos & nützliche Japan Reisetipps

Japanische Kultur & Wissenswertes: Was erwartet dich?

6852 Inseln hat Japan, von denen 425 Inseln bewohnt sind. 98% der Bevölkerung lebt auf den vier Hauptinseln Hokkaidō, Honshū , Shikoku und Kyūshū. Die Landschaft Japans besteht zu 70% aus Bergen und Vulkanen, davon über 100 aktive Vulkane. Der Hauptgrund dafür: Vier Kontinentalplatten stoßen hier zusammen und schieben sich unter- und übereinander. Das hat zur Folge, dass es in Japan sehr häufig zu Erdbeben kommt. Jährlich gibt es etwa 5.000 Erdbeben, viele davon sind kaum spürbar. Richtig schwere Erdbeben sind glücklicherweise selten.

Kulturell ist Japan spektakulär, anders und eigen – man kann es kaum in Worte fassen. In Japan haben wir zum ersten Mal das Gefühl gehabt, einen Kulturschock zu haben. Und das meinen wir absolut positiv. Es gibt in Japan unzählige Tempel und Schreine zu entdecken. Wir würden aber dennoch behaupten, dass die klassischen Sehenswürdigkeiten nicht das Highlight in Japan sind, sondern vielmehr die kulturellen Eindrücke.

Ebenso eindrucksvoll ist das moderne Japan. Es ist wahrhaft erstaunlich, wie entwickelt und fortschrittlich Japan ist.

Wenn du zudem gerne exotische Gerichte probierst, bist du in Japan absolut richtig. Kulinarisch enttäuscht werden kannst du hier nicht! Die Auswahl an Speisen ist grenzenlos. Weiter unten im Beitrag gehen wir genauer auf diesen Punkt ein. Dort findest du unsere persönlichen Tipps, welche Speisen du unbedingt probieren solltest.

Ein paar verrückte Besonderheiten kannst du in diesem Beitrag auf unserem Blog nachlesen: Japan Kuriositäten – 10 verrückte Fakten, die du garantiert nicht wusstest.

Wie verständige ich mich als Tourist in Japan am besten? Gibt es Reisetipps für Touristen?

In Japan leben zu 99% Japaner. Das heißt auch, dass 99% der Bevölkerung Japanisch als Muttersprache sprechen. Diese Sprache ist vielen von uns sehr fremd. Alleine die – wenn auch wunderschönen – Schriftzeichen wirken oft ein wenig abschreckend. Japanisch ist eine sehr komplexe Sprache, es gibt sogar drei verschiedene Schriften: Kanji 漢字, Kana 平仮名 und Romaji ローマ字. Alle drei Sprachen sind nebeneinander gleichgestellt.

Die meisten Japaner sprechen (wenn überhaupt) nur ganz schlecht Englisch. Selbst an touristischen Orten wird kaum Englisch gesprochen. Das hört sich erstmals nicht unbedingt erfreulich an. Aber keine Angst, mittlerweile gibt es ausgezeichnete Sprach-Apps, die gelesenes oder gesprochene problemlos übersetzen können.

Tipp: Wir benutzen während unserer Reise durch Japan hauptsächlich Google Translate, welches optimal funktioniert und auch geschriebenes per Kamera übersetzen kann.

Es schadet trotzdem nicht, wenn man ein paar geläufige Ausdrücke auf Japanisch lernt. Hier die wichtigsten Begriffe.

Hallo / Guten Tag: Konnichi wa こんにちは

Auf Wiedersehen: Sayōnara さようなら

Danke (Ihnen): Arigato Gozaimasu ありがとうございます

Ja: Hai はい

Den Ausdruck „Nein“ haben wir absichtlich nicht angeführt, weil es in Japan als unhöflich gilt, Nein zu sagen. Das Wort selbst gilt als stark abweisend und wird daher vermieden.

Wann ist die beste Reisezeit?

Japan erstreckt sich über verschiedene Klimazonen. Angefangen von der kalt-gemäßigten Klimazone in Hokkaidō (oft mit kalten und schneereichen Wintern) bis hin zu den Subtropen in der Präfektur Okinawa, ist alles dabei. Daher gibt es so gesehen keinen perfekten Reisezeitraum für Japan. Das Land kann das ganze Jahr über besucht werden, je nachdem, was man erleben möchte.

Der Großteil der Touristen reist üblicherweise auf die Hauptinsel Honshū 本州, sprich nach Zentraljapan. Für diese Region gilt folgendes: Die Jahreszeiten sind wie bei uns in Europa. Der Frühling beginnt im März und somit wird es zunehmend wärmer. Die empfohlene Reisezeit für diese Region ist daher zwischen Mitte März und Anfang November. Wenn du den Mount Fuji besteigen möchtest, dann ist der beste Reisezeitraum dafür zwischen Juli und Anfang September. Für die Insel Hokkaidō 北海道 liegt die beste Reisezeit zwischen Juni und September. Wie du siehst, lässt sich die Frage nach der besten Reisezeit für Japan, nicht ganz so einfach beantworten.

High Season: Der Frühling & die japanische Kirschlütenzeit

Besonders beliebt ist Japan während der japanischen Kirschblütenzeit Sakura. Die rosafarbenen und weißen Kirschenblüten verleihen Japan noch mehr Charme als sonst. Die Blütezeit der japanischen Kirschbäume zählt hierzulande fast schon zu einer eigenen Jahreszeit. Es gibt sogar ein eigenes Wort für das Bestaunen der Bäume: „Hanami“. Allerdings ist das gerade die Hauptreisezeit für Japan-Reisen. Diese Jahreszeit zieht unglaublich viele Touristen an und daher sind so manche Attraktionen oft überfüllt. (Wir spüren das besonders während unseres Aufenthalts in Kyoto.) Zudem ist alles noch mal eine Spur teurer als ohnehin schon. Wenn du also tatsächlich in diesem Zeitraum nach Japan reisen möchtest, dann solltest du deine Reise unbedingt im Voraus buchen. Am besten du buchst vor allem die Unterkünfte, einige Monate vorher.

Unbedingt vermeiden solltest du die sogenannte Golden Week. In der Woche vom 29. April bis zum 6. Mai gibt es vier lokale Feiertage. Diese nehmen sich die Japaner selbst gerne frei um durch das eigene Land zu reisen. Daher ist dieser Zeitraum äußerst beliebt und für ausländische Touristen nicht empfehlenswert.

Wichtiger Tipp: Solltest du im März oder Anfang April nach Japan reisen, achte darauf, wärmere Kleidung mitzubringen. Die Blütezeit der Kirschbäume beginnt oft Ende März, wo die durchschnittliche Tagestemperatur in Tokio bei etwa 12° Grad liegt. In der Nacht kühlt es sogar auf nahezu Null Grad ab (ca. 2-4° Grad). Besonders kühl ist es bei unserer Reise in Takayama und Kanazawa. Hier haben wir selbst tagsüber nicht mehr als 5-8° Grad.

Off-Season nach Japan: Empfehlungen & Tipps

Ist die Kirschblütenzeit tatsächlich die beste Reisezeit für Japan? Das würden wir so nicht sagen. Wir persönlich sind uns da nämlich nicht so sicher. Obwohl wir mit der gewählten Reisezeit während der japanischen Kirschblüte sehr zufrieden waren, würden wir bei unserer nächsten Reise nach Japan einen anderen Zeitraum wählen.

Unsere Tipps hinsichtlich der Jahreszeit sind folgende: Am besten du reist Off-Season nach Japan. Ideal ist zum Beispiel der Spätsommer oder Herbst. Während dieser Jahreszeit ist das Klima angenehm mild und warm. Außerdem ist dieser Reisezeitraum, verglichen zur Kirschblütenzeit, nicht so beliebt. Wenn die Blätter sich in schöne Herbstfarben verfärben, ist Japan bestimmt schön zu bereisen. Eine weitere gute Reisezeit ist der Frühsommer, Anfang Juni. Alternativ dazu empfehlen wir dir eine Winterreise nach Japan. Dabei kannst du gegebenenfalls sogar einen Ski-Urlaub in den japanischen Alpen machen.

Für wen ist Japan das geeignete Reiseziel?

Japan ist die ideale Destination für dich, wenn du auf der Suche nach einem außergewöhnlichem Reiseziel bist. Du liebst es Städte zu erkunden, in andere Kulturen einzutauchen und exotisches Essen zu probieren? Dann bist du in Japan richtig! Städte sind nicht dein Ding? Trotzdem hat Japan auch für dich genug zu bieten. Für Naturbegeisterte und Outdoor Fans ist, wie weiter oben erwähnt, beispielsweise ein Ski-Urlaub in den japanischen Alpen eine tolle Option. Japan ist sehr abwechslungsreich, egal ob Städte-Fan oder Naturliebhaber – es ist für jeden etwas dabei.

Aufgrund der perfekten Infrastruktur lässt sich Japan ideal mit dem Zug erkunden. Und das am besten auf eigene Faust. Das individuelle Reisen durch Japan ist unkompliziert und einfach, trotz der Sprachbarrieren. Außerdem zählt Japan zu den weltweit sichersten Reisezielen!

Wenn du einen reinen Entspannungsurlaub möchtest, bist du unserer Meinung nach in Japan vermutlich nicht richtig. In diesem Fall empfehlen wir dir lieber andere Regionen in Südostasien, wie beispielsweise Thailand.

Schwanger oder mit Kleinkind nach Japan?

Während unserer Reise durch Japan bin ich im 8. Monat schwanger. Dennoch empfinde ich Japan als ein ausgezeichnetes, erlebnisreiches Babymoon-Reiseziel. Japan ist für sein gutes Gesundheitssystem sowie die hohen Hygienestandards bekannt. Es ist frei von Malaria, Zika und anderen tropischen Krankheiten. Selbstverständlich verzichte ich aufgrund der Schwangerschaft auf Sushi und Whiskey.

Für Familien mit Kindern ist Japan grundsätzlich ebenso empfehlenswert. Wir sehen verhältnismäßig viele Touristen mit Kleinkindern und Babys. Tokio bietet in dieser Hinsicht eine tolle Attraktion für Kinder: DisneySea und Disneyland. DisneySea gibt es weltweit ausschließlich in Tokio. Im Zentrum stehen dabei die im Wasser lebenden Disney-Charaktere, wie beispielsweise Arielle die Meerjungfrau und Nemo. 

Wenn du mit einem Säugling oder Kleinkind nach Japan reist, brauchst du außer einem Kinderwagen (oder einer Babytrage) keine zusätzlichen Utensilien mitzubringen. Du findest alles vor Ort – angefangen von Windeln, Feuchttüchern bis hin zu Baby-Nahrung und vieles mehr.

Reisedauer: Wie viel Zeit soll ich einplanen?

Diese Antwort ist klar: Je mehr, desto besser! Eine Reise durch Japan ist nicht unbedingt günstig, daher ist es verständlich, dass du dir nicht ewig Zeit lassen möchtest (oder kannst). Unsere Reisetipps, wie du bei deiner Reise durch Japan Geld sparen kannst, verraten wir dir etwas weiter unten in diesem Blogbeitrag.

Hier erstmal unsere Tipps bezogen auf die Dauer einer Rundreise durch Japan. Konkret empfehlen wir dir Folgendes:

  • Wenn du eine Woche bis zehn Tage Zeit hast, dann kannst du beispielsweise deine Reise auf Tokio und maximal eine weitere Stadt beschränken. Dieser Zeitraum reicht aus, um Tokio und beispielsweise Kyoto oder Osaka zu besuchen.
  • Für mehrere Stopps auf der Hauptinsel Honshū 本州 solltest du mindestens zwei Wochen einplanen. Das ist aber ein durchaus straffes Programm. Unserer Meinung nach macht es keinen Sinn, Japan im Schnelldurchlauf zu erkunden und sich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen. Je nachdem, welche Städte und Regionen du sehen möchtest, plane ausreichend Zeit dafür ein. Für Tokio raten wir dir 5-7 Nächte einzuplanen, für Kyoto etwa 4 Nächte. Die kleineren Städte wie Osaka oder Hiroshima können gut in zwei ganzen Tagen besichtigt werden. Du siehst, Japan erfordert viel Zeit!
  • Wer drei Wochen oder mehr zur Verfügung hat, kann zum Beispiel zusätzlich die Insel Hokkaidō  北海道 oder Okinawa 沖縄県 besuchen. Aber: Selbst bei drei Wochen wirst du Abstriche machen müssen, wenn du tatsächlich mehrere Inseln sehen möchtest.

Wir sind knapp drei Wochen in Japan und schaffen lediglich die Hauptinsel Honshū 本州. Wir empfinden diesen Zeitraum als kurz – es reicht gerade aus um einen Bruchteil des Landes zu sehen.

Wissenswerte Infos zu den Öffnungszeiten

Die Geschäftszeiten in Japan sind im Grunde den Öffnungszeiten in Österreich oder Deutschland ähnlich. Samstags und sonntags wird in den Büros nicht gearbeitet. Die offiziellen Bürozeiten sind von 09:00 Uhr-17:00 Uhr. Allerdings arbeiten Japaner grundsätzlich weit über diese Stunden hinaus, sogar bis spät nachts.

Banken und Postämter haben grundsätzlich verkürzte Öffnungszeiten von 09:00 Uhr-15:00 Uhr/17:00 Uhr.

Gewöhnliche Shops und Kaufhäuser sind von 10:00 Uhr-20:00 Uhr geöffnet. Manche Geschäfte, wie beispielsweise Don Quijote oder 7-Eleven, sind rund um die Uhr geöffnet. Wenn du einmal später unterwegs bist, findest du zu jeder Uhrzeit noch etwas zu essen.

Internet: Mobiler Wifi-Router statt lokaler SIM-Karte

Kostenloses Internet hast du in Japan in allen Unterkünften und zusätzlich in vielen Cafés oder Geschäften. Mobiles Internet ist hingegen nicht ganz so günstig. Eine SIM-Karte für zwei Wochen kostet etwa € 30.

Japan ist das einzige Land, wo wir uns keine klassische SIM-Karte besorgen, sondern einen mobilen WiFi-Router mieten. Ein Pocket Router ist ein kleines Gerät, das die Übertragung des Internets an kompatible Geräte in seiner Umgebung, wie Smartphones oder Tablets ermöglicht. Der Router ist wenige Zentimeter breit und passt in jede Seitentasche.

Einer der beliebtesten Anbieter für Pocket Router ist Ninja Wifi. Das Gerät kannst du entweder direkt am Flughafen abholen oder in dein Hotel liefern lassen. Der Preis beläuft sich auf € 110, für 3 Wochen.

Mit dem mobilen Router kannst du mehrere Geräte koppeln und an allen Geräten zeitgleich Internet nutzen. Bei dauerhafter Verwendung hält der Akku des Routers in 8-9 Stunden. Wenn wir eine längere Café-Pause machen, nutzen wir diese Zeit auch um den Router aufzuladen. Daher ist es ratsam das Ladegerät immer dabei zu haben. Alternativ kannst du dir zusätzlich eine Powerbank mieten und jeglichen Stress mit dem Akku vermeiden.

Japan Reiseroute im Überblick

Ausgehend vom Flughafen Tokio Haneda beginnt unser Trip in Tokio, von wo wir gleich nach unserer Ankunft weiterfahren.

Hier unsere Route im Detail:
Tokio: 1 Nacht im the b tokyo asakusa 
Fujikawaguchiko:1 Nacht im Mizno Hotel
Takayama: 2 Nächte im Wat Hotel & Spa Hida Takayama
Kanazawa: 2 Nächte im the square Hotel KANAZAWA
Kyoto: 4 Nächte im Sakura Terrace
Osaka: 2 Nächte im HOTEL FELICE Shinsaibashi by RELIEF
Hiroshima: 2 Nächte im Hiroshima Washington Hotel
Tokio: 5 Nächte im Nihon Seinenkan Hotel

Tokio, Kyoto, Osaka und Hiroshima sind für uns die unumstrittenen Highlights auf unserer Reiseroute durch Japan. Zwar sind Fujikawaguchiko und Takayama nicht so außergewöhnlich, haben aber als kleine Städte auch ihren Charme. Glücklicherweise hat sich keiner unserer Stopps entlang der Rundreise, als Reinfall entpuppt. Wenn du nicht der Städte-Typ bist, würden wir dir empfehlen Kanazawa auszulassen.

Wenn du möchtest, kannst du den Aufenthalt in Tokio splitten. So könntest du sowohl zu Beginn als auch am Ende deiner Reise ein paar Tage für Tokio einplanen.

Details zu unseren einzelnen Stopps, kannst du gerne im jeweiligen Beitrag oder im Blogartikel Reiseroute & top Highlights – Rundreise in 3 Wochen lesen.

Unterkünfte

Unsere Hotels sind alle absolut gepflegt und schön. Die Zimmer sind für europäische Verhältnisse zwar klein, aber wir verbringen ohnehin nicht viel Zeit darin.

Was bei den Unterkünften übrigens positiv anzumerken ist: Die meisten Hotels verfügen über hoteleigene Onsen. Onsen sind japanische Thermalbäder, wo das Wasser von natürlichen heißen Quellen gespeist wird. Als Gast kannst du diese oft bis spät nachts kostenlos nutzen. (Ob sich hier die Nutzung seit Beginn der Corona Pandemie geändert hat, wissen wir nicht.)

Hier ein paar Tipps für Hotels in Japan:

  • Für diejenigen, die es gerne authentisch mögen, ist eine Übernachtung in einem Ryokan eine tolle Option. Die Unterkünfte sind hierbei traditionell japanisch eingerichtet. Die Böden bestehen aus Tatami Matten (Reisstrohmatten) und in der Mitte des Zimmers steht ein Tisch. Nach dem Abendessen wird das Zimmer umgestaltet und für die Übernachtung vorbereitet. Ein klassisches Bett gibt es nicht, man schläft auf Futons.
  • Wenn du etwas komplett Neues probieren möchtest, kannst du in einem Kapselhotel übernachten. Hierbei mietest du dir kein klassisches Hotelzimmer, sondern eine kleine Parzelle, in der üblicherweise ein kleines Bett steht. Viel günstiger als herkömmliche Hotels sind die Kapseln jedoch nicht – eine Übernachtung kommt umgerechnet auf ungefähr €40 (pro Person).
  • Alternativ gibt es klassische Hotels und Guesthouses in allen Preiskategorien – es ist für jedes Budget etwas dabei. Achtung: Das Frühstück ist meist nicht in der Übernachtung inbegriffen. Wenn du früh buchst, findest du tolle Unterkünfte bereits ab €40 pro Person.

2. Transport: Shinkansen & andere Transportmittel

Welches Transportmittel ist das beste: Bus, Mietauto oder Zug?

In diesem Abschnitt findest du unsere Reisetipps zum Thema Transport in Japan.

Normalerweise nehmen wir uns in allen Ländern, die wir bereisen ein Mietauto. Damit sind wir flexibel und grundsätzlich nicht auf andere Faktoren wie bestimmte Abfahrtzeiten angewiesen. In Japan jedoch, ist das beliebteste Transportmittel der Zug! Dies betrifft zumindest die Hauptinsel Honshu 本州. Wer jetzt an die europäischen Züge und die damit verbundenen Zugverspätungen denkt, der kann beruhigt aufatmen. Denn: Japanische Züge sind extrem pünktlich. Die durchschnittliche jährliche Verspätung beträgt trotz der täglich hohen Frequenz an Zugfahrten nur wenige Sekunden. Davon sind wir schlichtweg begeistert!

Mit dem Mietauto oder Bus durch Japan

Falls du dir lieber ein Auto mieten möchtest, solltest du wissen, dass in Japan Linksverkehr herrscht. Das ist weniger schlimm als es klingt, denn man gewöhnt sich schnell an das Fahren auf der linken Straßenseite.

Was gut zu wissen ist: Das Parken in den Städten ist ziemlich kostspielig. Für gewöhnlich bezahlt man dafür mehrere hundert Yen pro Stunde! Für die Besichtigung der Großstädte wie Tokio, Kyoto, Osaka usw. bist du mit öffentlichen Verkehrsmitteln wesentlich besser dran als mit einem Mietauto. Bei unserer nächsten Reise nach Japan würden wir erneut davon absehen mit dem Auto durch die großen Metropolen zu fahren.

Wir empfehlen dir nur ein Auto zu mieten, wenn du eher ländliche Gebiete besichtigen möchtest, die mit dem Zug, nicht gut angebunden sind. Die nördliche Insel Hokkaido 北海道 lässt sich beispielsweise besser mit einem Auto bereisen, da die Region weitläufig ist. Nicht jeder Ort dort verfügt über ausreichend viele öffentliche Verkehrsmittel.

Wichtig: Für das Autofahren in Japan benötigst du zwingend einen internationalen Führerschein oder eine japanische Übersetzung deines Führerscheins.

Wenn du nicht selbst mit dem Auto fahren möchtest, kannst du alternativ mit dem Bus durch Japan reisen. Dies ist üblicherweise eine weitere etwas kostengünstigere Option.

Reisetipp: Nutze einen JR-Pass und reise mit den Shinkansen durch Japan

Da wir auf der Hauptinsel Honshu 本州 unterwegs sind, entscheiden wir uns dafür mit der Bahn durch Japan zu reisen. Wenn du mit den Hochgeschwindigkeitszügen durch Japan düst, wird für dich sogar die Zugfahrt zum Highlight. Die sogenannten „Shinkansen“ fahren mit einer sagenhaften Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h. Für die Strecke von über 800 km zwischen Hiroshima und Tokio brauchen wir 4 1/2 Stunden – mit dem Auto wären es immerhin 10 Stunden gewesen. Alleine deswegen bevorzugen wir den Zug in Japan.

Als Tourist kannst du für Reisen mit der Bahn den Japan Rail Pass (JR-Pass) verwenden. Dabei kannst du unbegrenzt kreuz und quer durchs Land die Züge der „Japan Railways“ nutzen. Verfügbar ist dieser für 7 Tage, 14 Tage oder 21 Tage. Günstig sind die Tickets für den Zug leider nicht, der Kaufpreis beträgt für 7 Tage ca. 250€, für 14 Tage 400€ und sogar 520€ für 21 Tage. Allerdings zahlt sich der Pass absolut aus, zumal die alternativen, einzelnen Tickets (zumindest für die Strecken, die wir nutzen) nochmal wesentlich teurer sind. Details zum Kauf gibt es auf der offiziellen Webseite des Japan Rail Pass

Aktivieren kannst du den Rail Pass unter anderem im JR EAST Travel Service Center in Tokio am East Exit der Shinjuku Station. Ab diesem Zeitpunkt kannst du gegen Vorzeigen der Karte an den Kontrollen und Sicherheitsschranken vorbeigehen. Wenn du möchtest, kannst du kostenlos einen Sitzplatz reservieren.

Wichtig: Die App Hyperdia ist unserer Meinung nach ein absolutes Must-have bei einer Zug-Reise durch Japan. Sie zeigt die richtigen Zugverbindungen in Echtzeit an und gibt Auskunft über den richtigen Bahnsteig an. Google Maps ist zwar eine gute Option, jedoch nicht so präzise wie Hyperdia.

Transport innerhalb der japanischen Großstädte: U-Bahn, Bus & Taxi

Normale U-Bahn Linien sowie Busse sind mit dem JR-Pass nicht verwendbar. In Großstädten wie Tokio oder Osaka gibt es jedoch genügend JR-Linien.

Für Tokio ist es aber ohnehin nicht zwingend notwendig den JR-Pass zu nutzen, da man hierfür einen gesondertes Tokio Subway Ticket kaufen kann. Dieses ist weitaus günstiger als der JR-Pass! Das Ticket ist für 24-Stunden, 48-Stunden oder 72-Stunden verfügbar – die 72-Stunden-Karte kommt auf knapp €12. Der einzige Nachteil ist, dass man dieses Ticket nur in speziellen Shops oder Touristen-Informationszentren (siehe Link) kaufen kann.

Wenn du lieber Einzeltickets kaufen möchtest, kannst du dir eine aufladbare Suica-Card oder Pasmo-Card besorgen. Du lädst einen bestimmten Betrag auf die Karte – bei Auflegen der Karten an einem elektronischen Schranken, wird der Fahrpreis abgebucht. Das ist bequem, weil die Karte automatisch den richtigen Preis berechnet, je nachdem wie viele Stationen du mit dem Verkehrsmittel fährst. Diese Karten kannst du in allen Großstädten nutzen, daher sind sie unglaublich praktisch.

Diese Karte kannst du dir direkt am Flughafen besorgen. Für die Karte musst du eine Kaution bezahlen, die aktuell 500 Yen (ca. €4,2) beträgt. Du bekommst das Geld zurück, sobald du die Karte retournierst.

In Kyoto gibt es (ähnlich wie in Tokio) ein U-Bahn-Bus Kombi-Ticket, das eine uneingeschränkte Nutzung dieser Verkehrsmittel erlaubt.

Taxis

Tagsüber ist man in allen Großstädten mit öffentlichen Verkehrsmitteln (JR-Züge oder U-Bahn bzw. Bus) bestens angebunden. Nach Mitternacht fahren keine Züge, U-Bahnen oder Busse mehr. Als Alternative bleiben nachts daher einzig die vergleichsweise teuren Taxis, ein Fahrrad oder eben der Weg zu Fuß. Wir empfehlen dir die Nutzung der Taxis unbedingt auf kurze Strecken zu beschränken. Für eine Strecke von acht Minuten zahlen wir insgesamt 16€.

Du erkennst übrigens leicht ob ein Taxi verfügbar ist: Leuchtet das Schild, ist das Taxi frei. Du kannst dann, wie in Österreich, winken um zu signalisieren, dass du den Dienst nutzen möchtest.

3. Japanische Spezialitäten: Diese Speisen und Getränke solltest du unbedingt probieren

Kommen wir nun zu einem der spannendsten Themen: Japan ist ein absolutes Feinschmecker Paradies. Ohne zu übertreiben, kannst du dich während deiner Reise durch Japan täglich durch verschiedene Spezialitäten durchkosten, ohne dass es langweilig wird. Japan hat kulinarisch unglaublich viel zu bieten – das alleine ist eines der Highlights in Japan.

Was viele nicht wissen (oder einfach unterschätzen): Die japanische Küche ist sehr fleisch- und fischlastig. Es gibt nur wenige vegetarische (oder vegane) Gerichte. Speisen wie „Avocado Maki mit Sour Cream Füllung“ oder ähnliches, findet man in Japan nicht. Das sind keine authentischen Speisen!

In Restaurants erhältst du überall kostenlos ein Wasser. Es ist nicht zwingend notwendig zusätzlich etwas zu trinken zu bestellen.

Um dir einen besseren Überblick zu geben, fassen wir im nächsten Abschnitt zuerst die wichtigsten Speisen zusammen. Anschließend gehen wir dezidiert auf die einzelnen Spezialitäten in Japan ein und geben dir auch einzelne Restaurant-Tipps.

Was du in Japan kulinarisch keineswegs verpassen darfst, sind folgende Speisen:

  • Ramen: Eine Nudelsuppe nach japanischer Art auf Basis von verschiedenen Brühen mit unterschiedlichen Toppings. Ein absolutes Muss auf jeder Japan Reise.
  • Yakiniku: Fleisch wird nach japanischer Art auf einem Grill zubereitet.
  • Sushi: Das wohl international bekannteste Gericht – roher Fisch auf Klebereisbällchen.
  • Shabu-Shabu: Japanese Hot Pot – eine traditionelle lokale Version des slow cookings. Hierbei werden verschiedene Einlagen in einer Suppe langsam gekocht und anschließend mit einer Sauce verzehrt.
  • Okonomiyaki: Eine Art japanische Palatschinken mit verschiedenen Toppings wie Rettich, Kohl, Nudeln, Gemüse und Fleisch nach Belieben.
  • Mochi: Die beliebteste Süßspeise ist ein Reiskuchen aus gedämpftem Klebereis.

Ramen

Eines der Hauptgerichte in Japan sind Ramen: reichhaltige Nudelsuppen mit verschiedenen Toppings. Als Basis kannst du zwischen verschiedenen Arten von Suppenbrühen wählen. Tonkotsu – Brühe aus gekochten Schweineknochen, Shio – Brühe aus gekochtem Fisch und Meeresfrüchten, Miso – Brühe aus fermentierten Sojabohnen und Shoyo – Brühe mit Soyabohnen. Unsere Favoriten sind Tonkotsu und Miso Ramen. Als Topping gibt es meistens Schweinefleisch, Sojasprossen, Zwiebeln sowie ein perfekt gekochtes Ei.

Ramen bekommst du in Japan grundsätzlich an jeder Ecke und das (fast) rund um die Uhr – auch spät nachts noch. An unserem ersten Abend in Tokio genießen wir um 23:00 Uhr noch Ramen.

Die meisten Ramen-Bars sind äußerst minimalistisch eingerichtet: Im Raum befindet sich lediglich eine Küchenzeile und eine Bartheke zum Sitzen. Ramen sind Fast-Food, die meisten Japaner verbringen vergleichsweise wenig Zeit in einer Ramen-Bar. Du zahlst, isst und gehst wieder.

Yakiniku Grill

Bei Yakiniku wird Fleisch nach japanischer Art auf einem Grill zubereitet. Der Yakiniku Grill ähnelt einem Raclette Grill, man bekommt rohes Fleisch in mundgerechte Stücke und muss dieses selbst zubereiten. Allerdings unterscheidet sich der Griller vom Raclette, da hierbei das Essen auf dünnen Gitterstäbchen gegart wird.

Je nach Belieben kannst du Fleisch oder Gemüse grillen. Besonders beliebt ist Fleisch vom Wagyu-Rind oder Kobe-Rind, weil es besonders von Fett durchzogen und marmorisiert ist. Dieses Rindfleisch ist das teuerste Fleisch der Welt. Ein Kilo originales Kobe-Rindfleisch kostet zwischen €400-600! Der Unterschied zwischen Wagyu und Kobe ist die Herkunft. Kobe Rind ist ebenso Wagyu Rind, das allerdings die geschützte Herkunftsbezeichnung aus der Stadt Kobe hat. Wagyu hingegen umfasst genau genommen mehrere Arten japanischer Rinder.

Restaurant-Tipp: Pontocho Yakiniku Yamakawa Honten in Kyoto

Sushi

Die international bekannteste japanische Speise ist Sushi. Sushi findet man in Japan (entgegen der Erwartung) nicht an jeder Ecke, denn es gilt als Festmahl. Es wird zu besonderen Anlässen verzehrt. Zudem ist Sushi in Japan geschmacklich ganz anders als wir es in Europa kennen. In Japan gibt es Sushi grundsätzlich nur mit Fisch und Meeresfrüchten, ohne Saucen und viel Schnickschnack. Hier steht vor allem die Qualität im Vordergrund – es wird frischer Fisch höchster Qualität serviert.

Wenn du schwanger bist, solltest du in Japan keinen rohen Fisch essen.

Restaurant-Tipp: Kourin-sushi in Kanazawa.

Shabu-Shabu

Bei Shabu-Shabu handelt es sich um die japanische Version eines Suppen-Fondues. Du bekommst rohes Fleisch hoher Qualität in ganz dünnen Scheiben sowie unterschiedliches Gemüse oder Nudeln. Dieses garst du in einer Suppe und isst es anschließend mit einer marinierten Sauce.

Das Schöne an Shabu-Shabu ist, dass man – ähnlich wie bei Yakiniku – länger zusammensitzt. Es ist ein soziales Essen, man verbringt mehrere Stunden im Restaurant. Wenn du Shabu-Shabu probieren möchtest, dann nimm dir unbedingt ausreichend Zeit.

In unserem Restaurant gibt es als Basis die Wahl zwischen Shabu-Shabu und Sukiyaki als Suppe. Shabu-Shabu ist eine klare Ochsenschwanzsuppe, während Sukiyaki eine Suppe mit Sojasauce, unterschiedlichen Aromen und braunem Zuckerhonig ist.

Restaurant-Tipp: Nabezo Shinjuku 3 Chome in Shinjuku, Tokio

Okonomiyaki

Ein weiteres Gericht, das du in Japan unbedingt probieren musst ist Okonomiyaki. Das Gericht wird als eine Form von „japanische Palatschinken“ beschrieben. Dabei gibt es unterschiedliche Toppings wie Rettich, Kohl, Nudeln, Gemüse und Fleisch. Zusätzlich werden diese mit verschiedenen Saucen garniert und auf beiden Seiten angebraten.

Das Spezielle dabei ist die Zubereitung selbst, die meist direkt vor den Augen des Gastes oder an dessen Tisch stattfindet. Japanische Restaurants sind meist klein und länglich. Oft verfügen diese nicht über einen klassischen Sitzbereich, sondern nur eine Bartheke, an der gesessen und gespeist wird.

Mochi

Eine unserer liebsten Nachspeisen ist Mochi. Hierbei handelt es sich um einen Reiskuchen. Für die Herstellung wird Klebereis zunächst gedämpft und anschließend geschlagen. Die Herstellung bedarf eines enormen Kraftaufwands. Früher wurde das traditionell mit großen Holzstößeln gemacht, heute übernehmen vorrangig Maschinen diese Aufgabe.

Die klassische Füllung für Mochi ist Anko, eine Paste aus Adzukibohnen. Es gibt jedoch viele ganz ohne Füllig.

Restaurant-Tipp: Nakatanidou Mochi in Nara (Shop)

4. Kosten: Was kostet eine 3-wöchige Reise nach Japan?

Hier kommen wir auch zum einzigen Nachteil: Japan ist leider kein günstiges Reiseziel. Das hast du vermutlich schon mehrfach gehört. Viele schrecken alleine aufgrund der hohen Kosten, vor einer Japan-Reise zurück. Wir können dich beruhigen, ganz so schlimm ist es nicht. Es gibt Punkte, wo man gut Geld sparen kann. Wenn du dich gut vorbereitest und deine Reise rechtzeitig planst, muss das Reiseziel Japan nicht zwangsläufig dein Budget sprengen.

Die japanische Währung heißt Yen. Der aktuelle Wechselkurs ist €1 = ¥128.

Nützliche Japan Reisetipps: So kannst du in Japan Geld sparen

Damit du es schaffst deine Reise nach Japan günstiger zu gestalten, haben wir hier unsere nützlichsten Tipps & Tricks zusammengefasst.

Bei diesen Punkten kannst du in Japan Geld sparen

Wenn du früh genug buchst, findest du günstige Flugtickets schon ab € 600,-.

Sparen kannst du auf jeden Fall auch bei den Unterkünften. Es gibt eine große Auswahl an preiswerten Hotels. Im Durchschnitt zahlen wir knapp € 50,- pro Person pro Nacht, wobei ein Hotel deutlich den Schnitt hebt. Das ist insgesamt nicht ganz so wenig, aber im leistbaren Bereich. Allerdings solltest du die Unterkünfte ebenfalls rechtzeitig reservieren. Wer spät dran ist, findet kaum noch günstige Angebote.

Eine beschränkte Möglichkeit Geld zu sparen, hast du bei den Transportkosten vor Ort. Diese sind allgemein gesprochen leider hoch. Die meisten Touristen nutzen für ihre Rundreise durch Japan einen JR-Pass. Wie weiter oben beschrieben, kommen zusätzliche Kosten für U-Bahn- oder Bustickets in den jeweiligen Städten hinzu. Für die Zeit in Tokio empfehlen wir dir den Tokio Subway Pass zu kaufen, da er günstiger als der JR-Pass ist. Insgesamt zahlen wir während unserer 18 Tage in Japan € 446,- für den Transport.

Aktivitäten, Eintritte und Souvenirs sind verhältnismäßig teuer vor Ort. Hier kann man sparen, indem man gezielt Sehenswürdigkeiten auswählt, die nicht so ins Geld gehen. Außerdem gibt es viele Attraktionen, die sogar kostenlos zugänglich sind. Der Eintritt in das Tokyo Metropolitan Government Building ist gratis und die Terrasse bietet eine spektakuläre und tolle Aussicht über die Stadt.

Was in Japan überteuert ist, ist das Essen in den Lebensmittelgeschäften. Fleisch wird in ganz geringen Mengen abgepackt: Eine Packung Fleisch beinhaltet oft lediglich 180g-200g. Der Preis wird immer pro 100g ausgeschrieben.

Teuer sind außerdem Früchte. Wer in Japan Obst essen möchte, muss dafür tiefer in die Tasche greifen. Ein Apfel kommt auf mindestens 2€. Bananen sind die günstigsten Früchte im Land – der Preis beläuft sich auf etwa 1,2€ pro Stück. Erdbeeren findet man fast ausschließlich einzeln verpackt zu mindestens 3€ pro Stück. Auf einem lokalen Markt finden wir verschiedene Fruchtboxen, die alle jeweils €20 kosten – teilweise bestehen sie aus nur sechs Orangen oder einem kleinen Fruchtmix.

Bei diesen Punkten solltest du in Japan Geld nicht sparen

Vergleichsweise günstig ist das Essen in japanischen Restaurants und Imbiss-Buden. Natürlich kannst du in Japan viel Geld für gutes Essen ausgeben, musst du aber nicht. Wir geben im Durchschnitt ca. € 25,- pro Tag fürs Essen aus und verzichten dabei auf nichts. Ein paar Mal waren wir etwas schicker Essen und haben Gerichte wie „Yakiniku“ (Japanese Grill) und „Shabu Shabu“ (Japanese Hot Pot) probiert. Yakiniku Grill, mit Wague Rind, kommt auf insgesamt € 21 pro Person, das Japanese Hot Pot Shabu Shabu auf knapp € 25 pro Person. Du kannst dich problemlos durch die vielen lokalen Spezialitäten durchkosten. Wir versprechen dir: Es lohnt sich.

Was hingegen ins Geld gehen kann, sind Cafés und Nachspeisen in Konditoreien. Hier empfehlen wir dir ausgewählte Cafés auszuprobieren, die du ansprechend findest. Setze dich in ein Themencafé deiner Wahl – beispielsweise ein Anime-Café oder ein Streichelcafé.

Übrigens: Trinkgeld zu geben gilt in Japan als absoluter Fauxpas. Japaner sind der Meinung, dass das Service jederzeit ausgezeichnet sein sollte und der Kunde immer zufrieden das Restaurant oder die Bar verlassen sollte. Das Service ist demnach im Endpreis enthalten. Hinterlässt man Trinkgeld in Restaurants, kann es sogar passieren, dass die Kellner den Gästen nachlaufen, um das vermeintlich vergessene Restgeld zurückzugeben. 

Ausgaben im Detail

Flug Wien-Tokio: € 700,-
Hotels für 17 Nächte: € 847,-
Essen für 18 Tage: € 454,-
WiFi Router (€ 110 insgesamt): € 55,-
Japan Rail Pass (JR-Pass): € 350,-
Transportkosten (abseits des JR-Pass): 96,-
Aktivitäten (Eintritte für Tempel, Schreine etc.): € 176,-
Karaoke-Singen: € 87,-
Geschenke & Souvenirs: € 138,-
GESAMT: € 2.903,-

5. Zusammenfassung

Hier eine kurze Zusammenfassung darüber wie uns Japan insgesamt gefällt. Wir wollen nicht lange um den heißen Brei reden. Kurz gesagt: Japan überwältigt uns. Angefangen von den vielen Sehenswürdigkeiten bis hin zu den vielen kulturellen Unterschieden und dem modernen, futuristischen Japan. Nicht zu vergessen ist das ausgezeichnete japanische Essen. Wir würden sofort wieder nach Japan reisen und können dir eine Reise dahin empfehlen.

Sofern du deine Reise rechtzeitig planst, hast du eine große Auswahl an preiswerten Unterkünften. Besonders in der Hochsaison solltest du weit im Voraus buchen.

Überall gibt es auch Nachteile – selbst in Japan. Dieser Nachteil ist in Japan einzig das Preisniveau. Dieses ist oft höher als in Europa. Für Japan benötigst du ein durchaus hohes Reisebudget. Aber natürlich kannst du bei manchen Punkten Geld sparen. Unsere Reisetipps und Punkte, bei denen du am besten sparen kannst, erfährst du Abschnitt Kosten für Japan in diesem Beitrag.

Trotz zahlreicher Kommunikationsbarrieren, kannst du dir mit passenden Apps gut weiterhelfen. Englisch wird, selbst in touristischen Regionen, kaum gesprochen.

In Puncto Transport und Infrastruktur ist Japan sehr gut ausgestattet. In den Großstädten hast du eine große Auswahl an öffentlichen Verkehrsmitteln, die du bequem benutzen kannst. Tagsüber kommst du damit in den Großstädten so gut wie überall hin. Nachts hingegen bist du auch mal gezwungen ein Taxi zu nehmen, wenn keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren. In den ländlichen Regionen ist das beste Transportmittel hingegen das Auto. (Achtung, es herrscht Linksverkehr und du brauchst zwingend einen internationalen Führerschein um in Japan Autofahren zu können.)

Japan ist kulinarisch ein absolutes Paradies. Wenn du exotisches Essen magst, bist du hier richtig. Es kann nahezu überall gut gegessen werden – angefangen vom Straßenständchen bis hin zum Gourmetrestaurant.

Bewertung insgesamt

Bewertung 6 Kugeln

Auswahl an Unterkünften

Bewertung 5 Kugeln

Kosten / Preis-Leistungs-Verhältnis

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Sicherheit

Bewertung 6 Kugeln

Infrastruktur (öffentliche Verkehrsmittel)

Bewertung 5 Kugeln

Aktivitäten & Attraktionen

Bewertung 6 Kugeln

Kulinarik – Essen & Trinken

Bewertung 6 Kugeln

Hast du Japan bereits bereist? Was waren deine absoluten Highlights? Welche Japan Reisetipps kannst du im Hinblick auf eine Reise geben?

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