Südafrika Selbstfahrer Safari - 6 Tipps für eine gelungene Safari

Südafrika Selbstfahrer Safari – 6 Tipps für eine gelungene Safari

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Eines der Dinge, die ich an Südafrika liebe ist die unbegrenzte Vielfalt an Möglichkeiten. Wer sich keine Safari mit Game-Drives leisten kann (oder will), kann in bestimmten Parks auch mit dem eigenen Auto auf Pirschfahrt gehen. Der Addo Elephant Park liegt entlang der Garden Route und somit genau auf unserer Reiseroute in Südafrika. Daher wollen wir uns ein paar Tage Zeit für eine Selbstfahrer Safari nehmen. Welche Vorteile eine Selbstfahrer Safari in Südafrika hat, unsere Tipps diesbezüglich und worauf du achten musst, erfährst du in diesem Beitrag.

Addo Elephant Park

Empfohlener Aufenthalt: 2 Nächte
Unterkunft: Camp Figtree

Die Vorteile dieser Art von Safari liegen auf der Hand: Wer gerne auf eigene Fast, individuell und flexibel reist, trifft mit einer Selbstfahrer Safari mitten ins Schwarze – gerade Südafrika bietet sich diesbezüglich besonders gut an. Du kannst dir für die Tierbeobachtungen so viel Zeit nehmen wie du möchtest und bestimmst das Tempo selbst. Darüber hinaus ist diese Art wilde Tiere zu beobachten deutlich günstiger als die Game-Drive Safaris. Falls du an einer Game-Drive Safari interessiert bist, kannst du Details dazu in meinem Blogbeitrag über die Safari im Sabi Sands Game Reserve lesen. Unseren allgemeinen Reisebericht zu Südafrika findest du hier: Südafrika quick Guide: Reiseplanung, Highlights & nützliche Tipps.

Der Addo Elephant Park befindet sich südlich am westlichen Kap in der Nähe von Port Elizabeth. Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 1.640 km². Er ist Südafrikas drittgrößter Park. Wie der Name schon verrät, eignet sich der Park hauptsächlich zur Sichtung von Elefanten. Einer der Vorteile des Parks ist, im Gegensatz zum Kruger Nationalpark die Lage im malariafreien Gebiet. Der Kruger Nationalpark hingegen liegt im Malariagebiet.

Addo zählt übrigens zu den Big 7 Parks in Südafrika. Neben den bekannten Big 5 – Elefantan, Löwen, Leoparden, Nashörner und afrikanische Büffel -können hier mit etwas Glück und zur richtigen Jahreszeit außerdem zwei weitere beeindruckende Tiere erspäht werden, nämlich Wale und Weiße Haie. Seit der Erweiterung des Nationalparks bis zur Küste, kannst du auf den vorgelagerten Inseln außerdem auch Delfine, Pinguine und Tölpel (Vögel) sehen.

Im Park selbst leben außerdem verschiedene Antilopen, Warzenschweine, Zebras, Hyänen und sogar Flusspferde. Wir haben vor allem Elefanten und Zebras gesehen. Da im Park auch nur ganz wenige Großkatzen leben, bekommt man diese tatsächlich nur sehr selten zu Gesicht. Wir hatten hier nicht genügend Glück und haben leider weder Leoparden noch Löwen gesichtet. Nashörner haben wir auch nicht gesehen, aber angeblich leben welche in diesem Park.

Allgemeine Infos über Addo Elephant Park

Der Eintritt für Touristen bzw. Nicht-Südafrikaner beträgt R 328,00 (ca. € 25) für Erwachsene und R 164,00 (ca. € 10) für Kinder pro Tag. Der Addo Nationalpark ist für Besitzer einer Südafrika Nationalpark Wildcard sogar kostenlos. Details dazu findest du auf www.sanparks.org. Im Gegensatz zum Kruger Nationalpark ist es nicht notwendig im Park selbst zu wohnen, es reicht wenn man früh genug mit der Safari anfängt.

Bereits auf der Hinfahrt zum Nationalpark begegnen uns ein paar Warzenschweine, die leider verschwinden bevor ich meine Kamera bereit habe.

Ausgestattet mit dem Kamera Equipment, einem Fernglas, ausreichend Essen und Trinken machen wir uns bereits zu Sonnenaufgang auf den Weg zum dem Main entrance gate. Hier gibt es auch die letzte Möglichkeit zu tanken bevor es losgeht. Ein weiterer Eingang, der sogenannte Matyholweni gate, befindet sich im Süden des Parks in der Nähe der Stadt Colchester.

An der Rezeption hängt eine Karte mit den bisherigen heutigen Sichtungen als Anhaltspunkt. Ab 07:00 Uhr sind die Tore für Pirschfahrten geöffnet und schließen je nach Saison um spätestens 19:00 Uhr. Wer den Park zu spät verlässt, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Achte also immer auf die Uhrzeit und plane für den Heimweg etwas mehr Zeit ein.

Wir bekommen noch eine Landkarte, wo alle Straßen des Parks eingezeichnet sind. Der Großteil des Parks besteht aus asphaltierten Straßen bzw. Schotterstraßen. Diese Straßen dürfen (auch bei Tiersichtungen) nicht verlassen werden.

Bevor es losgeht ist es wichtig ein paar grundlegende Dinge zu beachten um das Erlebnis auch unvergesslich zu machen. Hier unsere wichtigsten Tipps für die Selbstfahrer Safari in Südafrika.

1. Steige niemals aus dem Auto aus. NIEMALS!

Egal wie dringend du auf die Toilette musst oder dir die Beine vertreten möchtest: Aus dem Auto auszusteigen ist ein absolutes No-Go. Du befindest dich in der Wildnis und bist somit auch potentielle Beute für Raubtiere. Selbst bei einer Autopanne, ist es hier ratsam die Ranger des jeweiligen Parks zu kontaktieren und im Auto zu warten bis Hilfe kommt, als das Auto zu verlassen.

Es gibt spezielle Picknick-Gebiete mit WC-Anlagen, wo das Aussteigen erlaubt ist – und auch hier ist absolute Vorsicht geboten. Wilde Tiere werden vor allem durch Essen angezogen. Als ich aussteige um das WC aufzusuchen ist ein Warzenschwein auf der Wiese. Wenn aber das Warzenschwein durch die Absperrung kommt, können dann nicht auch andere Tiere durch?

2. Nimm dir Zeit

Da es keinen Tracker gibt, der durch sein geschultes Auge Tiere aus weiter Entfernung sichten kann, musst du dir Zeit nehmen und Geduld haben. Am besten du fährst seeehr langsam. Sobald du ein Tier entdeckst, schalte auch den Motor deines Autos ab. Gute Chancen auf Sichtungen hat man üblicherweise bei Wasserquellen oder Flüssen – besonders an heißen Tagen.

3. Beachte die Verkehrsvorschriften & Öffnungszeiten im Nationalpark

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist es sinnvoll sich mit den Öffnungszeiten des jeweiligen Parks vertraut zu machen und diese auch zu beachten. In den meisten Nationalparks liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei max. 40 km/h. Plane also genug Zeit für die Heimfahrt ein, denn besonders zu Sonnenuntergang sind die Tiere sehr aktiv.

4. Halte ausreichend Abstand zu den Tieren

Eine Safari ist kein Zoobesuch und sollte auch nicht mit einem verwechselt werden. Raubtiere können besonders aggressiv werden, wenn sie sich bedroht fühlen. Es gibt zahlreiche Vorfälle, wo Elefanten Autos umgeworfen haben. Während unseres Game Drives im Sabi Sands National Park haben wir miterlebt wie ein aggressiver Elefant einen riesigen Baum nahezu umgestoßen hat. Bedrohe die Tiere also nicht, auch nicht für das „perfekte Foto“. Ich habe sogar etwas Glück, dass das kleine Zebra besonders nett in meine Kamera lächelt.

5. Füttere keine Tiere

Eines der Dinge, die man auf Safari auf keinen Fall machen darf, ist es die Tiere zu füttern. Ich habe auf Reisen immer wieder Menschen gesehen, die „die süßen Affen“ gefüttert haben. Das war zwar nicht auf Safari, aber dennoch in der Wildnis. Paviane haben SEHR scharfe Zähne und zögern nicht diese auch zu benutzen. Sie können extrem aggressiv sein und zu einer echten Bedrohung werden, wenn sie Essen sehen. Die Affen sind vor allem in den letzten Jahren zu einem regelrechten Sicherheitsrisiko für Touristen geworden, nicht zuletzt weil diese die Affen oft füttern – was strengstens verboten ist. Es gibt, besonders in Südafrika, immer wieder Vorfälle wo Touristen von Pavianen gebissen werden. Affen sind Überträger von vielen Krankheiten, daher kann ein Biss schwerwiegende Folgen haben.

Solltest du dich von Affen bedroht fühlen, ist es ratsam die Fenster und Autotüren zu verschließen, da Paviane sogar Türen selbstständig öffnen können. Packe niemals irgendwelche Lebensmittel aus, wenn Paviane in der Nähe sind.

6. Sei vorbereitet

Wer auf Pirschfahrt fährt, sollte immer ausreichend Wasser und Reiseproviant dabei haben, denn so eine Safari kann durchaus den ganzen Tag dauern. Nimm lieber zu viele Snacks mit als zu wenig, denn im Park gibt es keine Restaurants.

Überprüfe auch deine Kamera-Speicherkarte bzw. den Handyspeicher rechtzeitig und schaffe ausreichend Platz für Fotos. Achte darauf, dass dein Akku-Stand voll ist! Wie schade wäre es im richtigen Moment keine Möglichkeit mehr zu haben gute Fotos zu schießen.

Fazit Südafrika Selbstfahrer Safari

Zusammenfassend können wir eine selbstständige Safari-Pirschfahrt in Südafrika absolut empfehlen. Natürlich erfährt man weniger über die Tiere als bei einem Game Drive, allerdings ist es sehr spannend selbst in die Rolle des Ranger bzw. Tracker zu schlüpfen um Wildtiere zu spotten. Ich hoffe meine Tipps für eine Südafrika Selbstfahrer Safari sind für dich hilfreich .

Hast du ähnliche Erfahrungen auf Safari gemacht? Was hat dir besonders gut gefallen? Ich freue mich über deinen Kommentare!

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