Südafrika Blog Reisebericht Highlight

Südafrika Rundreise quick Guide: Reiseplanung, Highlights & nützliche Tipps

Veröffentlicht von

Das Land der Kontraste! Südafrika ist eines der abwechslungsreichsten und vielfältigsten Länder der Welt. Die Landschaft ist atemberaubend schön. Die Mischung macht Südafrika einzigartig. Hier gibt es tierreiche Wildparks, malerische Berge, Wüsten, Ozeane und sogar tropische Wälder. Eine Rundreise durch Südafrika ist unbestritten ein tolles Erlebnis.

Die Fläche Sudafrikas erstreckt sich über ca. 1.220.000 km² und ist etwa so groß wie Frankreich, Spanien und Österreich zusammen. Alleine der Kruger National Park hat fast 20.000 km² und ist somit der größte Nationalpark in Südafrika. Die Fläche entspricht etwa einem Viertel der gesamten Fläche Österreichs. In diesem Blogpost geben wir dir einen kurzen Überblick über unsere Rundreise durch Südafrika und was für uns dabei die Highlights sind.

1. Reiseplanung

Wie viel Zeit sollte man für Südafrika einplanen?

Vor Beginn deiner Reise solltest du dir die Frage stellen was du alles sehen möchtest. Sofern du nicht unbegrenzt Zeit hast, wird es nicht möglich sein alles zu sehen, daher solltest du dir Prioritäten setzen.

Die beliebtesten Spots sind Kapstadt, Stellenbosch, die Garden Route, Johannesburg, die Drakensberge und der Kruger National Park.

Wenn du eine Woche Zeit hast, dann empfehle ich Kapstadt + Stellenbosch.

Bei zwei Wochen geht sich zusätzlich die Garden Route gut aus. Wenn du ein Naturmensch bist und gerne wandern gehst, dann bietet der Tsitsikamma Nationalpark viele schöne, teilweise auch mehrtägige, Wanderungen.

Sofern du etwas mehr Zeit hast, beispielsweise drei Wochen, empfiehlt es sich zusätzlich auch den Norden der Westküste zu erkunden, nach Johannesburg zu fahren, die Drakensberge zu sehen oder den Kruger National Park zu besuchen.

Wir sind insgesamt (mit An- und Abreise) etwa drei Wochen in Südafrika und dennoch kommt es uns relativ kurz vor. Für Kapstadt sollte man etwa 3-5 Tage einplanen, für Stellenbosch mindestens 3-4 Tage. Die Garden Route kann man in ca. 7-10 Tagen schaffen. Johannesburg und die Drakensberge müssen wir leider ganz ausgelassen, da wir keine Zeit haben, dafür sind wir einige Tage in der Gegend vom Kruger National Park.

Südafrika eignet sich auch ideal in Verbindung mit einem Urlaub auf den Seychellen. Falls du mehr über die Seychellen lesen möchtest, findest du hier den Link zum Blogbeitrag.

Route: Unsere Südafrika Rundreise im Detail

Kapstadt: 3 Nächte
Stellenbosch: 2 Nächte
Garden Route (inkl. Addo Elephant Park): 7 Nächte
Sabi Sands Game Reserve und andere Safaris beim Kruger National Park: 5 Nächte
Kapstadt: 1 Nacht

2. Highlights

Dieser Punkt ist richtig schwierig, denn die ganze Reise ist ein Highlight. Ich könnte an jedem Spot etwas tolles nennen. Alleine das Autofahren auf der Garden Route ist unfassbar schön, denn die Landschaft ist so abwechslungsreich, dass es nicht langweilig wird. Daher ist es auch nicht so einfach, sich auf gewisse Highlights festzulegen. Details dazu könnt ihr im jeweiligen Reisebericht lesen, da ich versucht habe diesen Bericht eher kurz zu halten.

Kapstadt

Empfohlener Aufenthalt: 3-4 Nächte
Unterkunft: Sea Star Rocks Camps Bay

In Kapstadt gefallen mir Camps Bay, Lion’s Head, Chapman’s Peak, Boulder Beach sowie der Muizenberg am besten.

Die Wanderung zum Lion’s Head ist richtig toll und geht etwa 45 Minuten. Achtung: Man wandert in der prallen Sonne und sollte sich daher unbedingt mit Sonnencreme einschmieren. Oben angekommen hat man hat man eine tolle Aussicht auf Camps Bay.

Die schönste Aussicht auf die Stadt hat man vom Tafelberg aus. Die Wanderung hinauf ist sehr empfehlenswert. Es gibt mehrere Routen, die zur Spitze führen. Wer nicht wandern möchte, kann auch mit der Seilbahn nach oben befördert werden. Vor allem bei Sonnenuntergang ist die Stimmung oben ganz speziell. Dennoch muss ich erwähnen, dass der Ort für meinen Geschmack etwas überlaufen ist.

Etwas überbewertet ist der Cape of Good Hope National Park. Alleine der Eintritt kostet stolze 300 Rand und obwohl die Landschaft nett ist, haut uns die Aussicht nicht unbedingt um.

Stellenbosch & Franschhoek

Empfohlener Aufenthalt: 3-4 Nächte
Unterkunft: De Zeven

Mein Favorit ist die Gegend um Stellenbosch herum. Dort gibt es alles was das Herz begehrt: Tolle Weingüter inmitten einer wunderschönen Landschaft und exzellentes Essen. Aktivurlauber können im Jonkershoek Naturreservate Mountainbiken, denn hier gibt es viele unterschiedliche Trails verschiedener Schwierigkeitsgrade. Details zu Stellenbosch und Franschhoek kannst du in diesem Blogbeitrag lesen.

Garden Route

Empfohlener Aufenthalt: 7-10 Nächte
Unterkünfte: Intle Game Lodge & The Alexander

Südafrikas beliebteste Route ist die Garden Route und das aus gutem Grund. Die Landschaft lässt sich mit keiner anderen in Südafrika vergleichen. Sie bietet zahlreiche Highlights, welche die grenzenlose Vielfalt Südafrikas aufzeigen.

Am besten gefallen uns folgende Spots auf der Garden Route: Robberg Nature Reserve bei Plettenberg Bay, die kleine Stadt Prince Albert und auch die Strände im Süden rund um Mossel Bay bzw. Sedgefield. Ein weiteres Highlight ist der De Hoop Nature Reserve, der östlich von Cape Agulhas liegt.

Tipp: Robberg Nature Reserve ist einer der schönsten Naturreservate, die wir in Südafrika gesehen haben. Der Nationalpark bietet verschiedene Wanderrouten, die jeweils die Halbinsel umrunden. Die längste Strecke ich etwa 10km lang und geht insgesamt gute drei Stunden. Wir entscheiden uns für die mittlere Strecke und genießen zum Schluss noch den Sonnenuntergang am Strand.

Besonders schön zu Fahren, ist der steile und kurvige Swartberg Pass. Die 30 km lange Schotterstraße geht bis auf 1.600m hoch und verspricht bei Schönwetter eine tolle Aussicht auf das umgebende Gebirge. Am Weg nach Oudtshoorn ist der Meiringspoort Waterfall einen kurzen Stopp wert.

Die gesamte Garden Route (darunter auch der Addo Elephant Park) ist ein malariafreies Gebiet! Hier braucht ihr keine Malariaprophylaxe. Weitere Infos zu Malaria findet ihr bisschen weiter unten im Artikel.

Safari – Den Big 5 auf der Spur

Empfohlener Aufenthalt: 3-4 Nächte
Unterkünfte: Camp Figtree & Elephant Plains Lodge

Die Krönung einer Afrika Reise ist selbstverständlich eine Safari Erfahrung. Der klassische und angenehmste Weg um wilde Tiere zu beobachten, sind sogenannte Game Drives in einem offenen Jeep. Die Safari selbst ist natürlich eine ganz besondere Erfahrung – vor allem in einem privaten Naturreservat. Hier kannst du über unsere Safari im Sabi Sands Game Reserve lesen.

Das Gänsehaut-Erlebnis bei einer Safari ist es die sogenannten „Big Five“ mit eigenen Augen zu sehen. Diese sind Elefanten, Nashörner, Wasserbüffel, Löwen und Leoparden. Der Name entsprang aus der Großwildjägerei und bezieht sich nicht auf die Körpergröße der Tiere, sondern reflektiert dabei die Schwierigkeiten und Gefahren bei der Jagd auf sie.

Landschaftlich unterscheidet sich die Gegend rund um den Kruger National Park (bzw. Sabi Sands Game Reserve) komplett von der Garden Route. Die Region ist weitaus grüner als der eher trockene Süden des Western Cape.

In bestimmten Parks gibt es neben den Game Drives die Möglichkeit mit dem eigenen Auto auf Pirschfahrt zu gehen. Im Addo Elephant Park machen wir eine sogenannte Selbstfahrer Safari. Hierzu kannst du im markierten Beitrag genauere Informationen nachlesen.

Safaris sind SEHR teuer

So traurig es auch ist dies an dieser Stelle zu sagen, aber es entspricht leider der Wahrheit. Viele Menschen haben fälschlicherweise oft die Erwartung, dass eine Safari in Afrika sehr günstig ist! Dem ist leider nicht so. Wer eine Safari machen möchte, muss dafür tief in die Tasche greifen. Denn selbst für eine dreitägige Safari, muss man mit einigen Hundert Euro pro Person rechnen. Eine einfach Safari mit Übernachtung im Zelt kommt auf etwa € 500,-.

Eine Selbstfahrer Safari ist hier eine gute Möglichkeit um Geld zu sparen, jedoch sieht man nicht ganz so viele Tiere wie bei einem Game Drive mit einem erfahrenen Ranger. Ganz Mutige können an einem Bush Walk teilnehmen und ohne fahrbaren Untersatz durch den Nationalpark schlendern. Dies erfolgt ausschließlich mit einem bewaffneten Ranger, der sich im Gelände gut auskennt! Ohne Safari wäre unser Urlaub um einiges günstiger gewesen, aber wir wollten uns diese Erfahrung nicht entgehen lassen.

3. Welche Tiere in Südafrika sind besonders gefährlich?

Die traumhafte Tierwelt ist eine der Gründe warum Touristen nach Südafrika reisen. Doch wenn es um gefährliche Tiere geht, fürchten die meisten Menschen hier vermutlich am meisten Weiße Haie – vielleicht aufgrund des Horrorfilms der 70er Jahre. Allerdings sterben jährlich etwa nur 6 Personen aufgrund von Haifisch-Angriffen. Für Urlauber sind Haie demnach keine große Gefahr.

Wer Nervenkitzel sucht, kann sogar in einem Käfig umgeben von Weißen Haien tauchen. Das Käfig-Tauchen erfreut sich, besonders an der Küste von Kapstadt, immer größerer Beliebtheit. Ich persönlich möchte so etwas jedoch nicht unterstützen, da die Tiere mit Futter gelockt werden und auf diese Weise auch Menschen mit Futter assoziieren.

Eine der gefährlichsten Südafrikanischen Landtiere sind Wasserbüffel. Der Name „Schwarzer Tod“, wie sie bezeichnet werden, kommt also nicht von ungefähr. Etwa 200 Menschen fallen ihnen jährlich zum Opfer.

Sie sind aber bei Weitem nicht die tödlichsten Tiere in Südafrika. Zugegeben, man würde es nicht vermuten, aber die gefährlichsten, der großen Wildtieren für uns Menschen sind allerdings Flusspferde! Sie gelten als die aggressivsten Tiere der Welt. Sie sind jährlich für weitaus mehr Todesopfer verantwortlich als beispielsweise Löwen oder andere Tiere der Savanne. Die Pflanzenfresser sind sehr leicht reizbar und attackieren Menschen auch ohne provoziert zu werden.

Afrika ist außerdem bekannt für seine giftigen Schlangen. Eines der Tiere, vor denen ich mich am meisten Respekt habe, ist die afrikanische Puffotter. Diese ist zwar nicht aggressiv und glücklicherweise beißt sie auch nur in seltensten Fällen zu, dennoch kann sie durch ihre perfekte Tarnung beim Wandern leicht übersehen werden. Die meisten Bisse passieren, weil Menschen auf die Giftschlangen treten, vor allem weil die Puffotter auch bei Bodenerschütterungen unbewegt liegen bleibt. Sie beißt oft nur in die Fußgelenke, daher ist es wichtig ein festes und hoches Schuhwerk zu tragen, das die Knöchel bedeckt!

Die giftigste Schlage in Südafrika ist die Black Mamba. Der Name kommt von ihrer schwarzen Mundhöhle. Die Giftschlange ist aber sehr scheu und so ist ein Biss sehr unwahrscheinlich.

Südafrikas gefährlichstes Tier ist eindeutig die Anopheles Mücke. Diese fordert jährlich mit ungefähr 430.000 Menschen die meisten Todesopfer. Doch mehr dazu im nächsten Punkt.

Wie steht es um Malaria?

Das positive zuerst: Der Großteil von Südafrika ist malariafrei. Das gesamte Eastern und Western Cape, darunter auch die Garden Route, Kapstadt und Stellenbosch sind malariafreie Gebiete. In dieser Region gibt es unzählige Nationalparks und Wildtierparks. Wenn du also eine Safari machen möchtest, musst du dich nicht zwangsläufig der Gefahr von Malaria aussetzen.

Achtung: Der gesamte Kruger National Park hingegen, gilt als hohes Malaria Risikogebiet. Hier besteht eine generelle Gefahr sich zu infizieren. Tatsächlich liegt die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung bei etwa nur 1:24.000, dennoch möchte man die Gefahr nicht unterschätzen. Eine erhöhte Ansteckungsgefahr zeichnet sich während der Regenzeit zwischen Oktober und April ab. Zu dieser Zeit ist besondere Vorsicht geboten. Danach sinkt das Risiko wieder.

Wichtig zu wissen ist auch, dass die sogenannten Anopheles-Mücken nur in den Dunkelstunden aktiv sind. Tagsüber besteht überhaupt keine Gefahr. Die Mücken stechen gerne Fußgelenke oder auch die Kopfhaut. Helle, lange Kleidung und Socken (auch bei großer Hitze) sind daher ein idealer Schutz. Der Kopf sollte immer geschützt werden.

Zudem gibt es verschiedene Insektenschutzmittel wie bespielsweise NoBite, sogar in unterschiedlichen Varianten für Haut und Kleidung.

Besuchern wird generell zur Einnahme von Malariaprophylaxe geraten. Da ich schwanger bin nehme ich keine Prophylaxe, ich achte allerdings sehr genau auf meine Kleidung und darauf immer eine Kopfbedeckung zu tragen.

4. Was du vor deiner Reise wissen solltest

Besorge dir bei Ankunft eine lokale SIM-Karte am Flughafen

Eine lokale SIM-Karte kostet (je nach Datenvolumen) zwischen 25€-40€ und erleichtert die Reise unglaublich. Du hast fast überall Internetempfang, kannst bei einer Autopanne sofort den Vertreiber anrufen und hast keine Probleme bei der Nutzung von Google Maps. Das ist eines der Dinge, die ich immer sofort am Flughafen erledige, weil es vom ersten Tag an die Reise unkomplizierter macht. Ich hatte eine SIM-Karte von MTN und war sehr zufrieden damit.

Man kann nahezu überall mit Kreditkarte zahlen

In Südafrika kannst du fast überall, sogar in jedem Nationalpark, mit Kreditkarte bezahlen. Das ist unglaublich praktisch, da man sich nicht mühsam mit Bargeld herumschlagen muss. Über die Kreditkarte (Visa/Mastercard) bekommt man üblicher Weise den besten Wechselkurs, daher haben wir fast immer bargeldlos bezahlt.

Inlandsflüge sind nicht günstig

Ein großer Nachteil in Afrika sind die teuren Flugverbindungen. Das betrifft nicht nur Südafrika, sondern den afrikanischen Kontinent im allgemeinen. Es gibt leider keine low-budget Fluglinien. Für einen Inlandsflug zahlt man schon mal € 200, was für die kurzen Flugstrecken nicht wenig ist. Wir haben alleine für zwei Inlandsflüge fast € 400 gezahlt.

5. Kosten

Was kostet denn eine Rundreise durch Südafrika insgesamt? Das hängt natürlich sehr stark von den einzelnen Wünschen ab. Grundsätzlich muss ein Urlaub nach Südafrika nicht teuer sein, sofern man keinen reinen Luxus-Urlaub möchte. Hotels variieren natürlich, nach oben hin gibt es keine Grenzen. Es gibt dennoch eine sehr große Auswahl an Unterkünften in allen Preisklassen.

Da der Urlaub in Südafrika unsere Flitterwochen waren, haben wir uns bewusst dazu entschieden eher schickere Hotels zu wählen. In Sachen Unterkünfte und Safari könnte man daher noch einiges sparen, wenn man möchte.

Hier eine Aufstellung der Kosten pro Person für drei Wochen:

Flug Wien-Kapstadt: € 572,-
Inlandsflüge (Port Elizabeth-Nelspruit-Kapstadt): € 396,-
Hotels (15 Nächte mit Frühstück): € 997,-
Safari All Inclusive (3 Nächte): € 851,-
Mietauto inkl. Zusatzversicherung (19 Tage): € 225,-
Sprit (ca. 3000 km gefahren): € 134,-
Essen (hauptsächlich Abendessen für 19 Tage): € 438,-
Gebühren für Nationalparks: € 119,-
Touren/Adventures/Weinverkostungen: € 81,-
Simkarte: € 23,-
SUMME: € 3.835,-

6. Essen und Trinken: Das low-budget Feinschmecker Paradies

Restaurants sind für europäische Verhältnisse in Südafrika sehr günstig. Ein Steak (300g) kostet in einem sehr guten Restaurant etwa €10, ein Glas Wein kommt auf etwa €3. Die Steaks haben so gut wie überall hochwertige Qualität und sind geschmacklich ausgezeichnet.

In den einzelnen Beiträgen empfehle ich auch gerne neben den Restaurants auch ein paar Weingüter, die uns besonders gut gefallen haben.

Es ist üblich für das Service in Restaurants und Hotels etwa 10% Trinkgeld auf die Gesamtrechnung zu geben.

Lokale Spezialitäten

Das Gericht, das man definitiv auf jeder südafrikanischen Speisekarte finden wird, ist Steak. Dieses gibt es in allen Variationen: Beef Steak, Fisch Filet Steak, Strauß Steak, Game Steak. Bei den Game Steaks sind Wildebeest (Gnus), Kudu (Strepsiceros Antilope) und Springbok (Springbock Antilope) die gängigsten Steaks. Steak scheint daher DAS Nationalgericht zu sein. Wer gerne experimentiert, sollte unbedingt ein Game Steak probieren. Es schmeckt anders als Beef Steak, sollte allerdings Medium Rare oder Medium gegessen werden, da es sonst zu trocken ist.

In Oudshoorn sollte man unbedingt auch Straußenfilet probieren, da dieser Ort sehr bekannt für seine vielen Straußenfarmen ist. Wer allerdings glaubt, dass Strauße wie Hühnchen schmecken, der irrt. Tatsächlich handelt sich um rotes Fleisch, das geschmacklich an das klassische Rindersteak erinnert.

Wer eine Abwechslung zu Steak sucht, kann ein beliebtes südafrikanisches Gericht probieren: Bobotie. Es besteht aus scharf gewürztem Hackfleisch, das mit kein-geschnittenem Gemüse gemischt wird. Danach kommt es in eine Auflaufform und wird im Ofen gebacken, bis eine knusprige Krust entsteht, ähnlich einer Lasagne. Serviert wird das Gericht mit Safranreis, Bananen-Mayonnaise und Chutney.

Der beliebteste südafrikanische Snack ist Biltong. Dabei handelt es sich um luftgetrocknetes Fleisch aus Rind oder Wild. Obwohl Rindfleisch am häufigsten für die Herstellung verwendet wird, ist es auch üblich das Fleisch von Strauß, Springbock, Kudu und anderen Wildtieren zu nutzen. Zu kaufen gibt es Biltong so gut wie überall, sogar an Tankstellen. Das beste Fleisch bekommt man vermutlich in den Fleischereien. Sehr zu empfehlen ist hier „The Butcher Man“ an der Wasserfront in Kapstadt.

Getränke

Südafrikaner sind übrigens verrückt nach Ingwer Shots. Vor allem in Kapstadt sind diese sind auf vielen Speisekarten zu finden. Ebenfalls sehr interessant: Der Red Espresso bzw. Red Cappuccino. Diese werden aus Rooibos hergestellt und enthalten kein Koffein. Somit sind sie eine gute Alternative zum klassischen Kaffee. Uns hat’s sehr gut geschmeckt.

Auch als Weinliebhaber kommt man in Südafrika definitiv auf seine Kosten. Aufgrund idealer Bedingungen für den Weinanbau, zählen südafrikanische Weine zu den besten weltweit. Über 100 Weingüter in Stellenbosch und Franschhoek laden zu Weinverkostungen ein, für die man umgerecht ca. 4-5 Euro zahlt. Kombinieren kann man den Wein oft mit der passenden Schokolade oder frischem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, beispielsweise im „Babylonstoren“ in Franschhoek.

Restaurantempfehlungen

Kapstadt: Unser Favorit in Südafrika ist die Restaurantkette The Hussar Grill. Hier gibt es auch mehrere Niederlassungen in Kapstadt. Am besten gefällt uns das Restaurant in Camps Bay.

Stellenbosch: Das beste Steakhouse ist meiner Meinung nach The Fat Butcher im Zentrum der Stadt. Die Steaks sind ausgezeichnet. Ich würde sogar behaupten, das beste Steak meines Lebens dort gegessen zu haben. Da das Lokal allerdings sehr beliebt ist, empfehle ich ein paar Tage im Voraus zu reservieren.

7. Transport: Mit dem Auto durch Südafrika – Reisetipps & Wissenswertes

Ja, Südafrika ist ein riesiges Land und lässt sich am besten mit einem Mietauto erkunden. Sofern du nur in Großstädten unterwegs bist, kannst du bequem auf Uber ausweichen, denn dieses wird auch dort gerne genutzt. Sobald du die Städte jedoch verlässt, wird es ohne Auto schwierig, da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, die auch weite Strecken fahren.

Das einzige „Problem“ dabei? Es herrscht Linksverkehr. Aber auch das hört sich schlimmer an als es tatsächlich ist, denn man gewöhnt sich schnell an das Fahren auf der linken Straßenseite. Vorsicht nur bei Kreisverkehren!

Achtung: Für eine Rundreise durch Südafrika mit einem Auto, brauchst du einen internationalen Führerschein. Diesen erhälst du in Österreich beispielsweise beim ÖAMTC. Es wird zwar nicht überall dezidiert danach verlangt, aber gelegentlich kann es dennoch vorkommen, dass man bei Polizeikontrollen angehalten wird – hier sollte man diesen dann vorweisen können. Daher empfehlen wir dir einen mitzuführen. Wäre sonst sehr schade, wenn der geplante Roadtrip wegen einer derartigen Kleinigkeit nichts wird.

Unsere Empfehlungen für ein Mietauto

Wir hatten die ganze Zeit über ein Mietauto, das wir direkt bei der Ankunft am Flughafen übernommen haben. Ich kann dies nur empfehlen. Es ist definitiv die unkomplizierteste Möglichkeit von einem Ort zum anderen zu gelangen. Es muss kein SUV sein, wir hatten einen VW Polo und waren absolut zufrieden damit. Die Koffer hatten gerade noch Platz im Kofferraum. Das ganze haben wir über www.checkfelix.com gebucht und für 19 Tage insgesamt ca. € 450,- Mietgebühren gezahlt.

Für Südafrika empfehle ich unbedingt eine Zusatzversicherung zur Reduktion des Selbstbehalts, die etwaige Schäden am Auto deckt. Wir haben die Zusatzversicherung bereits bei der Buchung zuhause abgeschlossen. Vor Ort bezahlt man beim Vertreiber oft einen wesentlich höheren Preis, als wenn man dies vorab zur Reise reserviert. Unsere Vertreiber waren Budget-Avis und Hertz. Hertz kann ich leider nicht weiterempfehlen, da sie uns eine Summe von über € 1.200,- auf der Kreditkarte blockieren wollten für die Mietdauer von 24 Stunden. Mit Budget-Avis hatten wir hingegen keine Probleme.

Sicherheit & Kriminalität: Ist es sicher, mit dem Mietwagen durch Südafrika zu reisen?

Wenn man im Internet über die Kriminalität in Südafrika recherchiert, möchte man am liebsten seine Reise stornieren oder zumindest die Destination ändern. In den Medien kursieren richtige Horror-Geschichten über das organisierte Verbrechen in Südafrika. Seit Jahren werden Johannesburg und Kapstadt auf der Liste „der gefährlichsten Städte der Welt“ sehr weit oben gelistet. Dass diese Informationen nicht völlig aus der Luft gegriffen sind, weiß man spätestens, wenn man die Mordrate auf Wikipedia analysiert. Tatsächlich ist die allgemeine Tötungsrate in Südafrika extrem hoch, vor allem in den beiden genannten Großstädten.

Das klingt erstmal nicht sonderlich beruhigend. Nichtsdestotrotz bedeutet es nicht, dass man auf eine Südafrika Rundreise mit dem Auto verzichten muss. Wir können hier allerdings nur nur von unseren persönlichen Erfahrungen sprechen. Und daher, das Erfreuliche ist: In den drei Wochen, in denen wir kreuz und quer durch Kapstadt, die Garden Route und dem Eastern Cape gereist sind, hatten wir kein negatives Erlebnis. Kein einziges. Die Einheimischen waren uns gegenüber sogar immer sehr freundlich und hilfsbereit. Außerdem: Touristen sind nur in den seltensten Fällen Opfer eines Verbrechens, denn diese passieren meistens in den sogenannten Townships, wo große Armut herrscht.

Außerhalb der Städte variiert die Sicherheit sehr – Stellenbosch und auch die gesamte Garden Route Region gelten als sehr sicher. Hier kann man problemlos nachts draußen spazieren, ohne sich unsicher zu fühlen. In kleinen Städtchen ist es generell ungefährlich, in Großstädten ist hingegen immer Vorsicht geboten.

Tipps für eine sichere Rundreise durch Südafrika

Sofern du ein paar wichtige Dinge beachtest, wird es bestimmt keine unangenehmen Erfahrungen geben. Wir möchten aber auch nichts schön reden. Denn natürlich gibt es vereinzelt Fälle von Raub oder Überfällen. Daher empfehlen wir dir, möglichst nur untertags zu fahren und Fahrten bei Dunkelheit zu meiden. Das hat im erster Linie damit zu tun, dass es nachts vermehrt zu kriminellen Handlungen kommt. Außerdem sind die Straßen nicht überall gut. Oft haben diese Schlaglöcher oder sind gar nicht erst asphaltiert. Zudem können wilde Tiere die Wege kreuzen und eine weitere Gefahr darstellen. Längere Strecken in der Dunkelheit sollten daher vermieden werden. Uns selbst ist das auch nicht immer gelungen – also nicht in Panik verfallen, wenn du einmal abends mit dem Auto fährst.

In Österreich und Deutschland ist es recht gängig Kleinigkeiten im Auto zu lassen, obwohl ich meine Geldbörse oder Tasche auch nicht zu offensichtlich zur Schau stellen würde. Wenn du so wenig Aufmerksamkeit wie möglich erregen möchtest, solltest du deine Wertgegenstände am besten nicht mitnehmen und auf keinen Fall im Auto lassen. Wir haben sogar unsere Eheringe zuhause gelassen. Nachdem ich meinen Ehering und Verlobungsring im vorherigen Urlaub verloren hatte, wollte ich diese Erfahrung sowieso nicht nochmals wiederholen.

Wichtig: Unterwegs gibt es sehr häufig Polizisten, die kontrollieren ob die Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten werden. Bei Überschreitung dieser soll es hohe Geldstrafen geben. Wir wurden tatsächlich angehalten – vermutlich auch zu Recht, da wir ein wenig zu schnell unterwegs waren. Gezahlt haben wir letztlich umgerechnet etwa € 20, welche wir bei einem offiziellen Polizeirevier begleichen mussten.

Leider liest man aber immer wieder von korrupten Verkehrspolizisten, die Touristen anhalten. Um dem Entgegenzuwirken hat die Regierung hat eine Initiative gestartet, die Touristen schützen soll: die „Roadside Anti-Corruption„. Falls du ohne triftigen Grund angehalten wirst, raten wir dir immer den Namen und das Kennzeichen des Streifenwagens bei der Anti-Korruptions-Hotline bekannt zu geben. Die 24h-Hotline der Polizei ist: 082 451 7044.

8. Südafrika Rundreise: Zusammenfassung & Bewertung

Wie bereits weiter oben erwähnt hat Südafrika sehr viel zu bieten, ist abwechslungsreich und vielseitig. Für Naturfreunde ist wirklich alles dabei: Berge, Wanderungen und tolle Landschaften.

Das Land hat auch sehr schöne Strände zu bieten, das Wasser ist allerdings nirgendwo wirklich warm. Wer gerne surfen geht, ist dort auf jeden Fall richtig. Meiner Meinung nach ist Südafrika trotzdem keine klassische Destination für einen Strandurlaub, daher gibt es in Punkto Strände auch Punkteabzüge.

Es gibt eine grenzenlose Auswahl an Unterkünften in jeder Preisklasse, man muss es allerdings sehr zeitig buchen, da gute Unterkünfte schnell ausgebucht sind.

In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis ist Südafrika wesentlich besser als beispielsweise Tansania oder Kenia. Den Punkteabzug gibt es allerdings aufgrund der hochpreisigen Safaris.

Kommunikationsbarrieren gibt es keine, da wirklich jeder englisch spricht.

Die Sicherheit ist generell ein schwieriges Thema. Uns ist auf der gesamten Reise nichts unangenehmes passiert, dennoch gibt es Regionen, die sehr gefährlich sein können. Ich persönlich schätze Südafrika nicht gefährlicher ein als andere afrikanische Länder. Es kann allerdings überall etwas passieren, weshalb man immer vorsichtig sein sollte.

Was die Infrastruktur angeht, so ist diese im Allgemeinen gegeben, jedoch sind nicht alle Straßen asphaltiert und oft auch nicht in gutem Zustand. Daher gibt es hierfür Punkteabzüge.

Hier zusammengefasst die Bewertung der einzelnen Punkte.

Auswahl an Unterkünften

Bewertung Südafrika

Landschaft

Bewertung Südafrika

Strände

Bewertung Südafrika

Kosten / Preis-Leistungs-Verhältnis

Bewertung Südafrika

Sicherheit (Allgemein)

Bewertung Südafrika

Infrastruktur (Straßen etc.)

Bewertung Südafrika

Aktivitäten

Bewertung Südafrika

Kulinarik (Essen, Weinverkostungen)

Bewertung Südafrika

2 comments

  1. Ich finde auch, dass sich Safaris lohnen. Ich will unbedingt nochmal nach Südafrika, ich war viel zu kurz da, weil es dann gleich weiter nach Tansania ging.
    Wer Geld sparen will, kann übrigens eine Self-Drive Safari machen. Das war auch ein tolles Erlebnis 🙂
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

Kommentar verfassen